Roland Wabra und Söhne

Foto: Archiv Kicker   Club-Torhüter Roland Wabra kassierte den allersten Torhüter-Platzverweis in der Bundesliga. Hier im Einsatz im Europapokal gegen Atletico Madrid.

  SV Unterreichenbach 2.Teil: Roland Wabra und Söhne

Roland Wabra wurde 1935 in Prag geboren und kam mit 10 Jahren nach Deutschland. Da spielte er zunächst Handball beim TV Schwabach und wechselte dann zum Fußball zum SV Unterreichenbach. Er begann als Linksaußen stand aber dann bereits mit 16 Jahren im Tor der 1.Mannschaft. Nach seinem Wechsel zum Club löste er den Meistertorhüter von 1948 Edi Schaffer ab der ihn dann glücklicherweise von einem Wechsel zum 1.FC Kaiserslautern abhalten konnte.

523 Spiel für den Club

Er bestritt für den Club von 1957 bis 1969 insgesamt 523 Spiele und hatte großen Anteil an den deutschen Meisterschaften 1961 und 1968, dem DFB-Pokal-Sieg 1962 und dem anschließenden größten internationalen Erfolg in der Club-Historie, dem Erreichen des Halbfinales im Europapokal der Pokalsieger 1963 gegen Atletico Madrid.


 
Roland Wabra war nicht so ganz pflegeleicht was auch durch drei Platzverweise belegt wird, u.a. dem allerersten Platzverweis eines Torhüters in der Bundesliga. Horst Leupold sagte mal kurz und knapp: Torwart und Linksaußen halt.
 
Nach seiner Karriere war er noch jahrelang Spielertrainer bei seinem Heimatverein SV Unterreichenbach natürlich als Linksaußen.
 
In den 80er- und Anfang der 90er-Jahre betrieb er mit einem Partner eine Versicherungsagentur in unserem Käse-Wedel-Haus in Nürnberg in der Ludwigstraße, von daher kannte ich (Thomas Wedel) ihn auch persönlich.
 
1994 starb Roland bei einem Zusammenstoß auf der Autobahn mit einem Geisterfahrer. Sein jüngerer Sohn Klaus bestritt ein Spiel in der 1.Bundesliga für den Club und viele Spiele für 1860 München.

Bilder: Archiv Thomas Wedel
 
Der ältere Sohn Rudolf war Profi bei Borussia Dortmund, Köln und Club allerdings ohne Bundesliga-Einsatz. Sehr erfolgreich war er dagegen in der 1. belgischen Liga wo er für Royal Antwerpen unter Trainer Arie Haan sogar international spielte. Highlights waren zwei Spiele im Intertoto/UI-Cup 1985 gegen die damalige deutsche Spitzenmannschaft Werder Bremen mit Spielern wie z.B. Burdenski, Kutzop, Pezzey, Schaaf, Norbert Meier, Neubarth und Rudi Völler.

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