Montag 08.03.: Was ab sofort in Bayern möglich ist

Foto: BFV Archiv    Training mit Abstand ist möglich, für Teams bis 14 Jahre. Trainingstipps hängen am Bericht an!

BFV gibt Tipps fürs Training / Es geht wieder los...

Die vom Freistaat jetzt veröffentlichte Zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sieht mit Inkrafttreten am 8. März 2021 auch Lockerungen für den Amateurfußball vor. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) erklärt, was seinen Vereinen jetzt erlaubt ist. Außerdem gibt es mit „BFV-Return to play“ Praxis-Tipps der bayerischen Verbandstrainer*innen zur Umsetzung der staatlichen Vorgaben im Training.

Auf geht`s - wenn auch in sehr kleinen Schritten

Auch wenn es bei sehr kleinen Schritten bleibt und sich der BFV mit einer Vielzahl an Detailfragen an die für den Sport zuständigen Ministerien gewandt hat und zeitnah entsprechende Antworten für seine Vereine erwartet, so steht mit der Veröffentlichung der gesetzlichen Grundlage durch die Bayerische Staatsregierung zumindest fest, dass ab 8. März 2021 kontaktloses Fußball-Training wieder möglich ist. Dies aber nur in definierten und limitierten Gruppengrößen, unter freiem Himmel und unter Wahrung des Mindestabstandes. Entscheidend sind die jeweils aktuellen Sieben-Tages-Inzidenzwerte vor Ort.

Die Übersicht (gültig ab 8. März 2021):

    In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt, ist kontaktfreier Sport unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt.
     
    In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 50 nicht überschritten wird, ist kontaktfreier Sport unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 10 Personen (ohne Alterseinschränkung) oder in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) steht weiter im intensiven Austausch mit den zuständigen Ministerien zur zeitnahen Klärung von Detailfragen und wird diese Informationen umgehend nach Beantwortung durch den Gesetzgeber an seine Vereine weitergeben. Bis dahin bittet der BFV ausdrücklich darum, sich an die bis dato bekannten, oben angeführten staatlichen Vorgaben hinsichtlich der Gruppengrößen, Altersklassifizierungen und Abstandsregeln bei den entsprechenden Inzidenzen zu halten.

Die BFV-Verbandstrainer haben für die jetzt geltenden Regeln zum kontaktfreien Training unter Einhaltung der Mindestabstände einen Leitfaden zur Trainingsgestaltung erarbeitet, der auch entsprechende Übungsformen berücksichtigt und entsprechend anschaulich darstellt.

Hier geht es zu Trainingsbeispielen "return to play"!!!

Der BFV fordert Klarheit von der Politik

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) wendet sich nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz, die sich auf einen Stufenplan für mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen verständigt hat, mit der klaren Bitte an die Bayerische Staatsregierung, bei der Umsetzung der Maßnahmen zeitnah verständliche und praxisnahe Vorgaben zu verabschieden.

„Die Verantwortlichen in der Landesregierung dürfen unsere Vereine jetzt nicht im Regen stehen lassen, sondern müssen klar und unmissverständlich formulieren, was in welcher Form für das Fußball-Training fortan erlaubt ist“, sagt BFV-Präsident Rainer Koch in einer ersten Reaktion vor dem Treffen des Bayerischen Kabinetts an diesem Donnerstag. Der aktuelle Informationsstand lässt zu viele Fragen unbeantwortet, Details einer neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sind nicht bekannt.

Gemäß dem Bund-Länder-Beschluss betreffen die Lockerungen im Bereich des organisierten Sports insbesondere Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre, für die ab kommenden Montag, 8. März 2021, in Gruppen bis 20 Personen wieder Training möglich sein soll. „Es war für diese Entscheidung von immenser Bedeutung, dass der gesamte Breitensport in Deutschland, insbesondere der Amateurfußball, in den vergangenen Wochen seine Stimmen gebündelt und mit klarer Sprache gesprochen hat.

Die existenzielle Bedeutung von organisierten Bewegungsangeboten in unseren Vereinen für die gesamte Gesellschaft bestreitet niemand – auch wenn der Ball nicht mal im Ansatz wieder so rollen kann, wie sich das Millionen von Menschen hierzulande sehnlich wünschen, so können wir jetzt endlich wieder erste, wenngleich leider nur überraschend kleine Schritte in diese Richtung machen. Und für diese Schritte fehlen aktuell klare Regelungen für die Praxis. Die braucht es jetzt ganz dringend“, sagt Rainer Koch.

Hinsichtlich der Auswirkungen des Stufenplans für den Breitensport, der an der Entwicklung des Infektionsgeschehens gekoppelt ist, ist nach wie vor offen, ob beispielsweise kontaktloses Fußballtraining erlaubt ist oder welche Inzidenzen für Bayern für die Lockerungen gelten: die gesamtbayerische Zahl, die in den einzelnen Regierungsbezirken oder in Städten und Landkreisen? Auch hinsichtlich der Vorhaltung von Hygienekonzepten, die der BFV bereits im vergangenen Jahr für seine Vereine vorbereitet hatte, braucht es dringend Antworten.

„Der Amateurfußball hat mit ganz viel Herzblut und großer Achtsamkeit längst bewiesen, dass er mit dieser Verantwortung umgehen kann und sich seiner Rolle vollauf bewusst ist. Genau das ist es, was unser Land jetzt braucht, um dieser Pandemie Herr zu werden. Ich werde nicht müde, zu betonen, dass wir Sportler Teil der Lösung sind und gewiss nicht das Problem! Unsere Vereine sind bereit. Deshalb braucht es fortan größere Schritte und kurzfristig klare, verständliche Regeln zur Umsetzung auf dem Weg hin zu einem geregelten Wettkampfspielbetrieb“, sagt Koch.

Share

TPL_BEEZ5_ADDITIONAL_INFORMATION