BFV: Neue Vorsitzende des Verbands-Frauen- und Mädchenausschusses (VFMA)

Foto: BFV    Sandra Hofmann übernimmt auf Verbandsebene den Vorsitz des Frauen- und Mädchenausschusses (VFMA).

Sabine Bucher gibt ihr Amt nach fünf Jahren aus beruflichen Gründen ab / Einstimmige Berufung für Frau Sanda Hofmann, durch den Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes

Stabwechsel an der Spitze des Verbands-Frauen- und Mädchenausschusses (VFMA): Sandra Hofmann übernimmt ab sofort den Vorsitz von Sabine Bucher, die ihr Amt nach fünf Jahren aus beruflichen Gründen abgibt. Die personelle Veränderung hat der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) jetzt im Rahmen seiner turnusgemäßen Sitzung einstimmig bestätigt und die 36-Jährige offiziell zur Vorsitzenden berufen. Die Neumarkterin ist aktuell Bezirksspielleiterin bei den Herren in Mittelfranken und wird dieses Amt bis zum Saisonende weiter ausüben. Bis dahin soll innerhalb des Bezirks eine Nachfolgeregelung getroffen sein.

"Die Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht", so Bucher

Sabine Bucher hatte ihren Vorsitz aus beruflichen Gründen nach fünf Jahren als VFMA-Vorsitzende zur Verfügung gestellt. „Der zeitlich hohe Aufwand für meine ehrenamtliche Tätigkeit beim BFV war auf Dauer nicht in Einklang mit meinem neuen Beruf zu bringen. Um den Frauen- und Mädchenfußball voranzubringen, ist es wichtig, keine halben Sachen zu machen, sich voll und ganz auf die Aufgabe zu konzentrieren und auch die nötige Zeit dafür aufbringen zu können.

Deshalb war es mir auch wichtig, ganz offen mit der Situation umzugehen. Die Entscheidung habe ich mir nicht leichtgemacht, aber sie ist letztlich nur konsequent. Ich bin froh, dass wir mit Sandra eine Nachfolgerin gefunden haben, die sich den großen Herausforderungen stellt und reichlich Ideen mitbringt, um Bayerns Frauen- und Mädchenfußball an vorderster Stelle in eine gute Zukunft zu führen. Ich kenne Sandra schon sehr lange und bin mir sicher, dass sie diesen Bereich weiter voranbringen wird“, sagt Sabine Bucher.

„Sabine hat sich mit ganz großer Leidenschaft, Herzblut und Fachwissen für die Frauen und Mädchen in Bayern stark gemacht und ist dabei neue Wege gegangen. Ihre Entscheidung, den Vorsitz abzugeben, müssen wir schweren Herzens respektieren. Das zeigt, dass Sabine nur Dinge anpackt, die sie mit 100 Prozent bewerkstelligen kann. Dafür gilt es, Danke zu sagen“, unterstreicht BFV-Vizepräsidentin Silke Raml, die im Präsidium für den Frauen- und Mädchenfußball verantwortlich zeichnet.

Mit Sandra Hofmann hat der BFV-Vorstand eine Nachfolgerin gefunden, die trotz ihres vermeintlich jungen Alters bereits seit 2011 in die Verbandsarbeit eingebunden ist. Die Heilerziehungspflegehelferin startete ihre ehrenamtliche Laufbahn als Beauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball im Kreis Neumarkt/Jura, ehe sie beim mittelfränkischen Bezirkstag im Frühjahr 2018 zur Bezirksspielleiterin bei den Herren gewählt wurde.

„Eine Sache, die mir sehr viel Spaß macht und die ich auch sehr gerne fortgeführt hätte. Bis zum Ende der laufenden Saison werde ich das in jedem Falle auch machen, denn es ist wichtig, im Sinne aller meiner jetzt betreuten Vereine einen reibungslosen Übergang zu schaffen. Dass ich jetzt die große Chance bekomme, auf Verbandsebene Verantwortung zu übernehmen, war so nicht vorherzusehen, macht mich stolz und ist gleichzeitig auch Ansporn, mich mit voller Kraft den herausfordernden Themen zu widmen. Wir alle wissen, dass wir gerade bei den Frauen und Mädchen mit Rückgängen zu kämpfen haben.

Gemeinsam im Team wollen wir den Weg, den Sabine eingeschlagen hat, weitergehen und Konzepte entwickeln, mit denen wir dem gesellschaftlichen Wandel begegnen können. Aus meiner Sicht ist es elementar, dass wir die Attraktivität für Frauen und Mädchen steigern und die Kinder schon dort für den Fußball begeistern, wo sie unterwegs sind. Das beginnt im Kindergarten“, sagt Hofmann, die fortan den BFV auch im Frauen- und Mädchenausschuss des Süddeutschen Fußball-Verbandes (SFV) vertritt.

Für BFV-Vizepräsidentin Silke Raml ist die jetzt getroffene Entscheidung, Sandra Hofmann zur Nachfolgerin von Sabine Bucher zu ernennen, „eine glückliche Fügung. Ich kenne Sandra schon sehr lange und ich hatte sie gemeinsam mit dem mittelfränkischen Bezirksvorsitzenden Dieter Habermann auch ins Spiel um das Amt der Bezirksspielleiterin gebracht.

Eine Aufgabe, die Durchsetzungsvermögen abverlangt – das hat Sandra mehrfach bewiesen und im Zusammenspiel mit den Vereinen in Mittelfranken tolle Arbeit geleistet. Sie weiß, wovon sie spricht, denn sie hat bis 2010 selbst noch aktiv Fußball gespielt.“ Sandra Hofmann zählt sich selbst zur „Generation Bolzplatz“: Mit dem Kicken begann sie schon im Kindergartenalter zusammen mit ihrem Bruder und ihrem Vater. Mit Zwölf trug sie erstmals das Trikot der Mädchenmannschaft des TSV Burgfarrnbach, später spielte sie noch für den STV Deutenbach, Frankonia Nürnberg und zuletzt bis 2010 in der Bezirksoberliga für den SV Pölling.

Ein ausführliches Interview mit Sandra Hofmann:

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