Bayerischer Fußball-Verband entlastet seine Vereine um 110.000 Euro

Foto: BFV   BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher (l.): "Geld fließt nur dann, wenn der Nutzen für die Vereine gegeben ist."

·         Keine inflationsbedingte Gebührenanpassung: Bayerischer Fußball-Verband (BFV) entlastet seine Vereine 2019 um 110.000 Euro

·         Rekordhaushalt sieht die bis dato höchsten Investitionen für die Unterstützung der bayerischen Fußballbasis in der BFV-Geschichte vor

·         Transparenter und offener Weg der Mitbestimmung: AG Finanzen bestimmt finanziellen Kurs des BFV weiterhin aktiv mit

Gute Nachricht zum Jahresstart: Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) entlastet seine Mitgliedsvereine 2019 finanziell um rund 110.000 Euro. Der Verbandsvorstand hat einstimmig beschlossen, in diesem Jahr auf die in der Satzung verankerte inflationsbedingte Gebührenanpassung zu verzichten.

Schatzmeister Jürgen Faltenbacher im Mittelpunkt

„Das ist eine tolle Nachricht für alle unsere Vereine, die gleichermaßen davon profitieren werden“, sagt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher und ergänzt: „Im Umkehrschluss heißt das aber keinesfalls, dass der BFV auf Rosen gebettet ist und auf solche Summen sozusagen im Handumdrehen verzichten kann. Auch wir drehen jeden Euro zweimal um. Egal ob beispielsweise beim Ausbau unserer digitalen Serviceangebote für die Vereine oder bei Ausgaben für die Talentförderung – wir überlegen uns ganz genau, welche Investitionen sinnvoll sind. Geld fließt nur dann, wenn wir überzeugt sind, dass in letzter Konsequenz die Amateurfußballbasis davon profitiert. Dass wir in diesem Jahr auf die Gebührenanpassung verzichten konnten, liegt auch an der kreativen Vermarktung der Marke BFV durch die BFV-Service GmbH, die sich auf der Einnahmenseite unseres Haushaltes deutlich bemerkbar macht.

Auf dem Verbandstag 2014 hatten die Delegierten seinerzeit einstimmig für die Möglichkeit einer jährlichen inflationsbedingten Anpassung in Höhe des Verbraucherpreisindexes (VPI) des Statistischen Bundesamtes ausgesprochen. 2018 lag der VPI im Jahresdurchschnitt bei 1,9 Prozentpunkten. „Kostensteigerungen etwa in den Bereichen Energie, Mobilität, Mieten und Steuern treffen nicht nur die Vereine, sie machen auch vor dem Verband nicht Halt. Die Delegierten hatten sich damals für diese Regelung entschieden, weil sie höchst transparent ist. Zugleich wirkt sie sprunghaften Erhöhungen nach jedem Verbandstag, der turnusmäßig nur alle vier Jahre Gebührenanpassungen beschließen kann, entgegen“, erklärt Jürgen Faltenbacher.

Der BFV-Vorstand hat in seiner Sitzung zudem den Rekordhaushalt von 20,46 Millionen Euro beschlossen, das Volumen ist im Vergleich zum Vorjahresetat um 6,14 Prozent (1,18 Millionen Euro) gestiegen. „Das ist eine historische Zahl, die schlicht und ergreifend zeigt, dass wir in diesem Jahr so viel Geld in die Unterstützung der bayerischen Fußballbasis investieren wie nie zuvor in unserer Geschichte“, sagt Faltenbacher: „Die Mehraufwendungen können wir mittels zusätzlicher Erlöse decken. Der Weg dorthin war ein bis dato hierzulande einmaliger. Wir hatten einen völlig transparenten Prozess, den wir ganz bewusst im Schulterschluss gemeinsam mit unseren Vereinen gegangen sind.“

Mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft (AG) Finanzen hatte der Verband bereits 2017 einen in Deutschland einzigartigen Kurs eingeschlagen: Der BFV lud alle interessierten Mitglieder der Vereine aus ganz Bayern zur Teilnahme ein und legte dabei nicht nur alle Fakten zur Ausgaben- und Einnahmesituation offen. Gemeinsam mit den Vereinsvertretern stellte der BFV um Schatzmeister Jürgen Faltenbacher in intensiven Arbeitstreffen das Finanzgebaren des größten DFB-Landesverbandes auf den Prüfstand und erarbeitete Empfehlungen für künftige Einnahmen und Ausgaben. Die Vereine nahmen somit unmittelbar Einfluss auf das aktuelle und kommende finanzielle Konstrukt. Das Ergebnis: Auf dem Verbandstag 2018 in Bad Gögging verabschiedeten die Delegierten den Verbandshaushalt für die Legislaturperiode 2018 bis 2022 einstimmig – obwohl die Planungen zusätzliche Investitionen in Höhe von 1,5 Millionen Euro für die Zukunftssicherung des Amateurfußballs vorgesehen haben.

„Dem BFV-Vorstand sind größtmögliche Transparenz und die sehr frühzeitige Einbindung seiner Vereine extrem wichtig. Die AG Finanzen ist ein Musterbeispiel für gelebte Mitbestimmung. Uns ist es wichtig, die Vereine von Beginn an mit auf die Reise zu nehmen, mit offenen Karten zu spielen und neue Finanzierungskonzepte für den Amateurfußball gemeinsam zu erarbeiten. Dass wir mit unserem Kurs der offenen Beteiligung auf dem richtigen Weg sind, hat der Verbandstag eindrucksvoll bestätigt. Das einstimmige Votum bestärkt uns darin, dass Aufklärungsarbeit und höchste Transparenz zum Ziel führen. Deshalb werden wir diesen Kurs auch künftig halten“, erklärt Faltenbacher.

Erst im Oktober vergangenen Jahres hatte sich die AG in Ingolstadt zu ihrer ersten Arbeitssitzung nach dem Verbandstag getroffen. Ein Schwerpunkt bildete dabei die Finanzierung künftiger Digitalangebote des Bayerischen Fußball-Verbandes für seine Fußballer.

Ein aktuelles Interview mit BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher finden Sie hier!

 

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