E/P: Max Habermann bleibt Kreisvorsitzender

Foto: BFV     Der Kreisausschuss Erlangen/Pegnitzgrund mit seinen (neuen/alten) Vorsitzenden Max Habermann.

Neuwahl / Fazit aus der letzten Amtsperiode und Ausblick

 

Wahl der BFV-Kreis-Funktionäre, Fazit der vergangenen Amtsperiode sowie Neuausrichtung und Meinungsaustausch zu möglichen Reformen des Spielbetriebs. Der Fußballkreis Erlangen/Pegnitzgrund hat sich beim Kreistag in Röthenbach für die kommenden vier Jahre neu aufgestellt und neu ausgerichtet. 248 Vereinsdelegierte nutzten in der Karl-Diehl-Halle die Möglichkeit, die Verbandsarbeit und die Entwicklung des Amateurfußballs in der Region mitzugestalten.

Max Habermann weiter im Amt

Im Amt bestätigt wurden Max Habermann als Kreis-Vorsitzender und Kreis-Spielleiter, Tobias Körner als Kreis-Jugendleiter und Viktoria Rodrigues Pais als Kreisbeauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball. Erneut bestätigt wurde auch der bereits gewählte Stefan Stadelmann als Kreis-Schiedsrichterobmann. Manfred Weiher als Kreis-Sportgerichtsvorsitzender und Alexander Männlein als Kreis-Ehrenamtsbeauftragter sollen den Kreisausschuss komplettieren. Sie sollen vom BFV-Präsidium berufen werden.

„Anlässlich des Kreistages möchte ich mich bei allen Vereinen sowie allen Vereinsfunktionären recht herzlich für die hervorragende Zusammenarbeit in den letzten vier Jahren bedanken. Alle Vereine haben sehr gut mitgearbeitet und es gab trotz einiger Neuerungen bzw. Änderungen keinerlei Probleme zwischen den Funktionären des Kreises und den Vereinen“, so der alte und neue Kreisvorsitzende Max Habermann.

Meinungsbilder zu drei möglichen Reformen im Spielbetrieb:

Beim Kreistag waren die Teilnehmer zudem wie schon in den Jahren 2010 und 2014 aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Zur Diskussion standen:

1. "Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im § 34 SpO (Einsatz in verschiedenen Mannschaften)"
2. "Spielrecht von A-Junioren in Herren-Mannschaften"
3. "Erhöhung der Anzahl an Auswechslungen auf Kreisebene"

Alle Details zu den Meinungsbildern sowie aktuelle Pro- und Contra-Argumente der betroffenen Vereine: hier klicken.

Für die Abschaffung der Sonderregelung auf Kreisebene im §34 SpO sprachen sich 26 Prozent aus, dagegen 74 Prozent.

Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 76 Prozent aus, dagegen 24 Prozent.

Für die Erhöhung der Anzahl an möglichen Auswechslungen auf Kreisebene auf fünf Auswechslungen sprachen sich 40 Prozent aus, dagegen 60 Prozent.

Rede von BFV-Präsident Rainer Koch zu aktuellen Herausforderungen im Amateurfußball

In seiner Rede ging BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der wieder alle 22 Kreis- und sieben Bezirkstage besucht, unter anderem auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Amateurfußball ein. Im Fokus standen die Positionierung und die Bedeutung des herausragenden ehrenamtlichen Engagements an der Fußballbasis in Zeiten einer fortschreitenden Eventisierung der Gesellschaft und immer höheren Geldflüssen im Profi-Bereich sowie im Besonderen die nötige Digitalisierung des Amateurfußballs und die entsprechenden BFV-Angebote, die für eine breite öffentliche Wahrnehmung und die auch künftig positive Entwicklung elementar sind.

„Als Verein bringt ihr Menschen zusammen, die gemeinsam etwas leisten und Erfolg haben wollen. Was euch einzigartig macht, ist eure menschliche Seite. Wenn im Verein ein Klima herrscht, in dem sich alle wohlfühlen, wenn Menschen für ihre Arbeit gelobt werden, wenn das Motto ‚Fußball füreinander miteinander‘ aktiv gelebt wird – dann entstehen auch persönliche Beziehungen. Und dann tut man sich auch leichter, Personen für ein Ehrenamt zu begeistern. Man muss sie dann nur fragen“, erklärte Koch.

Verbandsfinanzen: Zukunftspläne transparent dargestellt

Auch die Pläne und die künftige Ausrichtung bei den Verbandsfinanzen wurden den Teilnehmern wie schon bei den kürzlich veranstalteten 24 Runden Tischen in ganz Bayern ausführlich dargelegt. Die "AG Finanzen", mehrheitlich bestehend aus Vereinsvertretern von Klubs aller Größen und aus den verschiedensten Spielklassen sowie den Fachleuten des BFV, hatten in den letzten Monaten bei drei Terminen intensiv am künftigen Finanzierungskonzept gearbeitet. Der herausgearbeitete jährliche Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte soll dabei zu einem Drittel vom BFV selbst erbracht werden, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei den Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll wie beim BFV-Gesamthaushalt von den Vereinen geschultert werden. Konkret sind das 120 Euro je Verein. BFV-Präsident Rainer Koch legte dem Kreistag detailliert die Ergebnisse der AG Finanzen dar.

Talkrunde und Scheckübergabe der BFV-Sozialstiftung

Eine Talkrunde mit Armin Kroder (Landrat Nürnberger Land), Marlene Mortler (Mitglied des Bundestags) und Röthenbachs Bürgermeister Klaus Hacker zum gesellschaftlichen Stellenwert des Amateurfußballs rundete das Kreistags-Programm ab. Zudem übergab die BFV-Sozialstiftung einen Scheck in Höhe von 5000 Euro an Lars Förster vom SK Lauf. Nach einem schweren Verkehrsunfall musste dem 16-Jährigen das linke Bein amputiert werden. Mit der Spende soll ihm die Erstellung einer speziellen Prothese erleichtert werden, damit er wieder mit seinen Freunden Fußball spielen kann.

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