LL: Leerstetten holt Dreier beim Club II.

Foto: Günther Perzl    Corona-Gruss bei der Platzwahl in Nürnberg.

Leerstetten entführte die Punkte aus Nürnberg

Fast alle Statistiken sprachen gegen die Landesligafußballerinnen des SV Leerstetten vor ihrem Aufeinandertreffen am Sonntag mit der U21 des 1. FC Nürnberg. Der letzte Erfolg am Valznerweiher gelang ihnen 2015 und liegt damit, nach 6 sieglosen Begegnungen, über 5 Jahre zurück. Auch die aktuelle Tabelle sprach gegen die SVL-Kickerinnen. Während sie mit 20 Punkten, knapp vor den Abstiegsplätzen, den siebten Rang belegten, grüßten die „Club-Damen“ mit 10 Zählern mehr von Platz drei. Einzig der Trend konnte sie hoffen lassen, endlich mal wieder 3 Punkte mitzunehmen aus der Noris. Schließlich hatten sie seit der Corona-Pause ligaweit mit 10 Punkten am besten abgeschnitten, während sich die Nürnbergerinnen im gleichen Zeitraum mit der Hälfte zufrieden geben mussten.

1. FC Nürnberg II – SV Leerstetten 2:3 (1:0)

Fotos: Günther Perzl  Hier geht`s zur Fotostrecke vom Spiel!

Nach ein paar Minuten gegenseitigem Abtasten, schien es so, als dass die SVL-Negativserie gegen den Club weitergeht. Mit dem ersten ernsthaften Clubangriff erwischte Jasmin Ittner einen schlecht abgewehrten Ball vor dem Strafraum und setzte ihn per Direktabnehmer zur 1:0 Führung ins Netz (4.). Julia Müller, die diesmal vom Trainerteam Marcel Kröning/Christian Tischner eine Einsatzchance anstelle von Stammkeeperin Magdalena Holl erhalten hatte, lag zwar im richtigen Eck in der Luft, war aber chancenlos gegen den platzierten Ball.

Die Gäste ließen sich von dem Rückstand nicht beeindrucken und versuchten ihr Spiel aufzuziehen. Da sie schon früh attackiert wurden, gelang es ihnen kaum, sich entscheidend durchzusetzen, erlaubten aber auch den Cluberinnen keine echte Torchance mehr in Hälfte eins.

Im zweiten Durchgang wollte das SVL-Trainerteam mit Nina Rückriegel und Katharina Thar frischen Wind von der Bank in die eigenen Aktionen bringen. Sie hatten damit umgehend Erfolg, wenn auch nur indirekt. Nach einem Eckstoß wurde Ruckriegel durch Club-Torhüterin Saskia Seidel gefoult. Anders als vor zwei Wochen gegen Neusorg, ließ sich Katrin Hauffenmeyer diesmal ihre Chance zum 1:1 Ausgleich nicht entgehen (48.). Nachdem sie einige erfolgversprechende FCN-Angriffsaktionen schadlos überstanden hatten, tauchten sie jetzt selber gefährlich vor dem gegnerischen Kasten auf.

Ruckriegel scheiterte aus kürzester Distanz mit dem Kopf an Seidel (53.). Tamara Böhm setzte einen 25 Meter Freistoß knapp am Torkreuz vorbei (55.). Kurz darauf musste Hauffenmeyer raus, weil sie beim Kopfballversuch die Faust von Keeperin Seidel zu spüren bekommen hatte (58.). Die Einwechslung von Tina Welsch sollte sich schon wenig später als Glücksgriff für Leerstetten erweisen. Mit dem Tor des Tages netzte sie einen Abpraller volley mit links aus 11 Metern zur 1:2 Führung ein (63.). Tamara Loukas war zuvor, nach einem Alleingang, am Pfosten gescheitert. Die Freude der wenigen SVL-Anhänger unter den Zaungästen (Zuschauer waren durch den 1. FC Nürnberg nicht zugelassen) währte aber nicht lange. SVL-Keeperin Müller hatte einen hohen Ball unterschätzt und konnte deshalb nur unzureichend abwehren. Nadja Schlossarek konnte anschließend mühelos aus kurzer Distanz zum 2:2 auszugleichen (68.).

Das Spiel kam jetzt in die entscheidende Phase. Beide Teams waren mit einem Remis nicht zufrieden und wollten mehr. Leerstetten konnte mehrere Male mit Glück und Geschick verhindern nochmal in Rückstand zu geraten, hatte aber dann schließlich doch das bessere Ende für sich. Nach einem Zweikampf an der Strafraumgrenze schaltete Annalena Herzog am schnellsten und zog sofort ab. Leider nur an den Pfosten. Über die eingewechselte Sarah Tax kam der Abpraller zurück zu Herzog, die sich diesmal nicht bitten ließ und im Fünfer zum 2:3 Endstand einschob (89.).

weitere Infos zum Spiel unter bfv.de extern!

Das SVL-Trainerduo sprach am Ende von einer herausragenden Teamleistung des gesamten Kaders, die den Erfolg an diesem Tag erst möglich gemacht hat. Sie resümierten, dass der nach der Corona-Pause eingeschlagene Weg auch den weiteren Trend bestimmen sollte. Nachdem bereits gegen den Tabellenzweiten und den Tabellendritten je drei Punkte geholt wurden, und nächstes Wochenende die Tabellenführerinnen des Schwabtaler SV in der Leerstettener Waldsportanlage zu Gast sind, kann sich jeder ausrechnen, was damit gemeint ist.

 

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