LL: Torlos in der Faschingshochburg

Foto: Günther Perzl   Einlauf auf dem Sportplatz in Veitshöchheim. 

"Ausflug" in die mittelfränkische Faschingshochburg endete mit einem Punkt

Tabellenvorletzter gegenTabellendritten, ist doch eigentlich eine klare Sache. Das dachten die paar aus Leerstetten mitgereisten Zuschauer, und wohl auch die Akteurinnen der Gäste als sie um 16:30 Uhr im schmucken, gemeindeeigenen Veitshöchheimer Sportpark einliefen. Am Ende sollte es, nach einem sehr umkämpften Spiel auf ansehnlichem Niveau, doch nur zu einem torlosen Remis reichen. Club II. spielte ebenfalls Remis (3:3).

SV Veitshöchheim - SV Leerstetten   0:0  (0:0)

Gastgeberinnen treten auf der Stelle / Fotos: Günther Perzl

Veitshöchheim brauchte dringend die Punkte, um sich fünf Spieltage vor Rundenschluss vielleicht doch noch aus der Abstiegszone der Landesliga Nord verabschieden zu können. Entsprechend konzentriert gingen die Gastgeberinnen ins Spiel und versuchten stets früher am Ball zu sein als ihre mittelfränkischen Gäste. Dies gelang auch meist gut und so war die erste Hälfte geprägt von einem leichten Feldvorteil der Heimelf mit sehr vielen hart geführten Zweikämpfen im Mittelfeld. Wenn Tina Welsch über die rechte und Selina Perzl über ihre linke Außenbahn das eine oder andere Mal doch ihren Gegenspielerinnen das Nachsehen geben konnten, kamen die Flanken meist zu ungenau, oder im Sturmzentrum waren Katrin Hauffenmeyer und Amy Freymüller zu eng bewacht, um zum Torerfolg zu kommen.

Die einzige Aktion, die nach etwa einer halben Stunde für so was wie Torgefahr gesorgt hatte, war ein 2o Meter Freistoß nach einem Foul an Katrin Hauffenmeyer. Annika Hendel setzte die Kugel aber gut einen halben Meter über das rechte Veitshöchheimer Toreck. Da in der Folge auch die mit Katharina Thar, Carolin Schellenberg, Annika Hendel und Sandra Skerwiderski, diesmal wieder in fast gewohnter Formation auflaufende, Leerstettener Abwehrreihe nichts anbrennen ließ, gelang es keiner Mannschaft, sich in Tornähe entscheidend durchzusetzen und es ging torlos in die Pause.

Gleich nach dem Wechsel war es Amy Freymüller, die ihre Farben gleich zweimal hintereinander in Führung hätte bringen können. Von halblinks war sie in den Sechzehner eingedrungen, als sie sich vor dem Abschluss das Spielgerät etwas zu weit vorgelegt hatte. So konnte ihr die mit sprintende Abwehrspielerin mit einem Tackling den Ball gerade noch vom Fuß spitzeln. Freymüller holte sich die Kugel kurz vor der Auslinie zurück und steuerte in Höhe des Fünfers nach innen. Anstatt in Arjen Robben-Manier gleich abzuziehen legte sie den Ball quer, konnte damit aber keine Mitspielerin finden. Die Doppelchance war dahin. Keine fünf Minuten später setzte sich Tina Welsch über rechts durch und flankte auf die in den Strafraum eindringende Selina Perzl, die versuchte aus 10 Meter volley abzuziehen, das Spielgerät aber dann mit dem Schienbein über das Tor beförderte. Eine knappe Stunde war gespielt, als Freymüller sich kurz nach der Mittellinie durchgesetzt hatte und mit dem Ball am Fuß alleine auf Torhüterin Martina Martini zusteuerte um links an ihr vorbei zu ziehen.

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Martini tauchte clever ab, legte sich quer und nahm Freymüller das Leder vom Fuß. Vier Minuten später war es wieder Freymüller, die sich diesmal gegen Katharina Glock durchgesetzt hatte und über links in den Veitshöchheimer Strafraum eindrang. Sie umspielte eine weitere Abwehrspielerin und zog in Höhe des Elfers mit ihrem starken rechten Fuß ab. Die Kugel strich an der Torhüterin, aber auch am linken Pfosten vorbei, ins Toraus. In der letzten Viertelstunde ließ das anfängliche Übergewicht der Gäste wieder nach. Das Spielgeschehen verlagerte sich jetzt mehr ins Mittelfeld. Obwohl beide Mannschaften ihre letzten Kräfte mobilisierten, gab es bis zu Schluss, hüben wie drüben, keine Torchancen mehr.

weitere Infos zum Spiel unter bfv.de extern!

Gemessen an der Zahl der Torchancen wäre ein Leerstettener Sieg sicher nicht unverdient gewesen. Eine Betrachtung nach Spielanteilen lässt aber auch das Unentschieden als gerechtes Ergebnis erscheinen. Mit diesem einen Zähler wird es für die Unterfränkinnen sehr schwer werden, den angestrebten Klassenerhalt noch zu realisieren. Für die bereits gesicherten SVL-Mädels kommt es auf der heimischen Waldsportanlage am nächsten Sonntag, um 17:30 Uhr zur Begegnung mit dem vorzeitig schon als Bayernligaaufsteiger feststehenden Spitzenreiter aus Frensdorf, mit dem, nach der 5:0-Niederlage aus dem Hinspiel, noch eine Rechnung offen ist.

1. FC Nürnberg - SpVgg. Stegaurach    3:3  (1:2)

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