BOL: Spieli-Frauen mit fünften Sieg in Serie

Foto: SpVgg. Erlangen   Fünf Siege in Folge und ein guter Zusammenhalt lassen die Spieli von Platz 1 grüssen!

Frauenaurach bleibt mit Sieg dran / Spieli siegt souverän

Aufsteiger TSV Frauenaurach bleibt am Spitzenduo der BOL mit einem 3:2 Sieg gegen Segringen dran (Platz 3.). Spitzenreiter SpVgg. Erlangen siegt mit 5:1 gegen den Club III. - starke Mörsdorferinnen gewinnen in Weinberg III. mit 2:1. Brodswinden holt einen Dreier in Eibach (2:0). Der Post SV und der TSV Brand trennen sich mit 4:4.

SpVgg. Erlangen - 1. FC Nürnberg III.   5:1 (2:1)

Fünfter Sieg in Folge

Trainer Kevin Schmidt forderte vor dem Spiel seiner Mannschaft gegen die dritte Mannschaft des 1. FC Nürnberg Frauen- und Mädchen-fussball eine andere Leistung als in der Vorwoche beim TSV Mörsdorf. Dort machte sich die Spieli das Leben schwer und hatte viele Fehler in ihrem Spiel.

Gegen die Gäste vom Valznerweiher merkte man der Mannschaft aber schon beim Warmmachen an, dass sie das Spiel aus der Vorwoche unbedingt vergessen machen wollen.

Nach druckvollem Beginn hatte Johanna Spitzer die erste Möglichkeit: Helen Dotzauer wurde 20 Meter vor dem Tor gefoult. Spitzer brachte den Ball mit Zug zum Tor. Jedoch fand sie in der Mitte keinen Abnehmer und der Ball segelte an Freund und Feind vorbei.
Nur 60 Sekunden später hätte die Spieli aber in Führung gehen müssen. Wenn da nicht Viktoria Braeuer im Tor der Nürnbergerinnen eine starke Parade auspackte und den Kopfball von Christina Maier gut parierte.
In der 10. Spielminute gab es dann eine Doppelchance: Nina Kühnl konnte ihren Freiraum nutzen und brachte den Ball aufs Tor, wo erneut die Torfrau parieren konnte. Erlangen blieb aber dran und der Ball kam zu Lara Schmidt. Sie ließ zwei Gegenspielerinnen stehen und schlenzte den Ball Richtung Tor. Jedoch war Marlene Müller noch da und stellte sich in den Schuss. Der Ball ging zur Ecke ins Aus und diese brachte dann nichts ein.

Nur 120 Sekunden später hatte auch Nürnberg die erste Möglichkeit: Celina Engel wurde auf die Reise geschickt. Sie spürte aber den Atem von Katharina Vornehm und schoss deshalb schon aus gut 25 Metern. Der Ball war aber für Miriam Polzer kein Problem und so blieb es noch beim 0:0.

Denn in der 15 Spielminute hatte Sabrina Hüttersen genug vom Unentschieden und schoss ihre Mannschaft mit 1:0 in Front: Helen Dotzauer konnte sich im Zentrum gut durchsetzen und schoss. Wie bei Schmidt vorher schon, wurde auch ihr Ball geblockt. Allerdings landete er vor den Füßen von Hüttersen. Sie flankte auf die freie Maier. Aber der Ball erreicht diese gar nicht, denn er fiel hinten ins Tor, so dass
die Spieli verdient in Führung ging.

Die Führung gab der Heimelf mehr Auftrieb und es rollte Angriff um Angriff auf das Tor der Nürnbergerinnen. Bis zur 30. Spielminute gab es vier weitere Torchancen der Heimelf zu bestaunen. Daniela Dahlke per Kopf, Lara Schmidt per Freistoß, Nina Kühnl aus der Ferne und erneut Dalhke per Kopf scheiterten entweder an der Torhüterin oder setzten den Ball knapp neben das Tor.

Juliana Adler stellte dann den Spielstand komplett auf den Kopf. Sie erzielte in der 31. Spielminute den schmeichelhaften 1:1 Ausgleichtreffer. Helen Dotzauer wurde im Mittelfeld fair vom Ball getrennt und Vera Herrmann schickte Adler auf die Reise. In der Mitte lief Celina Engel mit. Adler flankte den Ball in Richtung Engel. Aber wie bei der Führung durch Hüttersen war es auch bei Adler so, dass der Ball sich ins Tor senkte und Miriam Polzer chancenlos war.

Wie reagierte die Heimelf auf den Ausgleichtreffer? Die Antwort lautet: unbeeindruckt. Sofort spielte die Spielvereinigung weiter nach vorne und ging in der 34 Minute vermeintlich erneut in Führung. Nach einer Ecke drückte Daniela Dahlke den Ball aufs Tor. Zwar konnte Viktoria Braeuer den Ball in den Armen aufnehmen, stand aber dabei laut den Aussagen aller Beteiligten deutlich im Tor, so dass es eigentlich das 2:1 sein musste. Allerdings konnte der gute Schiedsrichter Tobias Körner aus seiner Position das Ganze nicht richtig beurteilen und ließ daher weiterspielen.

Nach 37 gespielten Minuten aber dann wieder die verdiente Führung für die Heimelf. Nina Kühnl nahm Katharina Vornehm mit ins Spiel. Christina Maier lief sich frei und erhielt das Zuspiel in den Strafraum. Sie hob den Kopf und chipte den Ball an den zweiten Pfosten, wo Lara Schmidt frei stand. Schmidt nahm sich den Ball mit der Brust runter und knallte ihn per Drop-Kick zum 2:1 in die Maschen.

Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Daniela Dahlke nochmal eine große Möglichkeit: Sabrina Hüttersen und Johanna Spitzer spielten ihre Gegnerinnen in Unterzahl schwindelig, Spitzer bediente mit einem tollen Pass Dahlke, die den Ball mit in den Strafraum nahm und abschloß. Ihr Ball ging Zentimeter am linken Pfosten vorbei, so dass es mit einem 2:1 in die Halbzeit ging.

Trainer Kevin Schmidt war mit der Halbzeit seiner Mannschaft soweit zufrieden: „Wir haben eine Reaktion auf das Spiel in Mörsdorf gezeigt. Wir spielten deutlich strukturierter nach vorne und konnten uns gute Möglichkeiten erspielen. Wir hatten auch immer wieder Phasen, wo wir zu ungeduldig waren und uns fest rannten. Das Ergebnis muss da eigentlich schon deutlich höher sein, so dass wir nicht mit einem knappen 2:1 in die Pause gehen.“

Der Beginn in den zweiten Spielabschnitt verlief etwas ruhiger als das Ende der ersten. Erlangen war um Spielkontrolle bemüht, während die Gäste sich aufs Verteidigen konzentrierten. In der 54. Minute spielte es die Heimelf aber dann so, wie man es in der Halbzeit besprochen hatte. Ruhig und geduldig mit vielen Ballstaffeten kombinierte man sich in die Hälfte der Gäste. Als Anette Schmitt sah, dass Sabrina Hüttersen startete, schickte sie diese auf die Reise. Hüttersen ging noch zwei Meter und flankte in die Mitte, wo sich Christina Maier in Position lief. Sie war vor ihrer Gegenspieler am Ball und versenkte ihn mit einem schönen Flugkopfball zum 3:1 in die Maschen.

Fast hätte ein Eigentor die Gäste wieder ins Spiel geholt: es gab einen Freistoß auf Höhe der Mittellinie, der hoch in den Strafraum geschlagen wurde. Nina Kühnl ging zum Kopfball, um ihn aus der Gefahrenzone zu bringen. Allerdings rutschte ihr der nasse Ball über den Kopf und sie verlängerte ihn aufs eigene Tor. Miriam Polzer war aber hellwach und tauchte ab. Sie fischte den Ball aus dem unteren Toreck und konnte zur Ecke klären. Diese verpuffte allerdings und sofort schaltete Nürnberg wieder um auf Verteidigung.

Auf der Gegenseite war es dann Spielführerin Anette Schmitt, die das 4:1 auf dem Kopf hatte. Allerdings wurde ihr Kopfball noch von der Linie gekratzt, so dass es erstmal beim 3:1 blieb.
Aber auch die Gäste können nach einer Ecke gefährlich sein. Erlangen bekam den Ball nicht geklärt und er landete vor den Füßen von Vera Herrmann. Diese zog sofort ab, als ihr der Ball vor die Füße fiel. Ihr guter Schuss ging an allen vorbei und streichte am Pfosten knapp vorbei.

Gerade erst wurde Tanja Würsching eingewechselt, da erzielte sie auch direkt ihren ersten Treffer für die SpVgg Erlangen. Katharina Vornehm bediente Stephanie Weiß. Diese legte ab auf Daniela Dahlke. Dahlke ging an ihrer Gegenspielerin vorbei und hatte diese eigentlich ausgespielt. Würsching kam zu Hilfe und nahm den Ball mit und schoss mit links den Ball genau in den Winkel zum 4:1. Somit ist Würsching die 15 Spielerin, die in dieser Saison bereits einen Saisontreffer erzielt hat.

Mit dem Treffer war die Partie entschieden, aber der Torhunger der Heimelf damit nicht gelegt. Auch Stephanie Reinhardt, die für Christina Maier eingewechselt wurde, konnte noch einen Treffer erzielen. Erneut waren Katharina Vornehm und Tanja Würsching beteiligt. Letztere sah, dass Daniela Dahlke gestartet war und spielte sie frei. Dahlke lief in den Strafraum und legte in klassischer „Fifa Marnier“ quer auf Reinhardt, die nur noch den Ball ins Tor schieben musste.

weitere Infos zum Spiel unter bfv.de extern!

Zwar konnten auch die Gäste nochmal einen Torabschluss durch Hermann platzieren, aber erneut war Polzer zur Stelle und es blieb beim 5:1 Heimsieg für die SpVgg Erlangen.
Für den Trainer war der Erfolg aufgrund der spielerischen Überlegenheit verdient: „Wir konnten über weite Strecken ein gutes Spiel machen. Müssen aber in den letzten Spielen vor der Pause unsere Schwankungen noch deutlich besser in den Griff bekommen. Wenn wir das umsetzen können, können wir nächsten Samstag den Derbysieg in Brand ebenfalls schaffen“, so Schmidt.

TSV Frauenaurach - SV Segringen   3:2  (0:0)

Spiel auf Augenhöhe / Fotos: HanniSVS

In der ersten Viertelstunde erspielte sich Frauenaurach mehrere hochkarätige Torchancen und hätte in Führung gehen müssen. Segringen bekam keinen Zugriff und geriet gehörig unter Druck. Bis zur Pause hatte der TSV mehr vom Spiel, brachte aber das Leder nicht im Gästegehäuse unter. Nach dem Seitenwechsel ein völlig anderes Bild. Nun nahm der SVS das Heft in die Hand und erspielte sich durch schöne Kombinationen mehrere Chancen.

Die Heimelf wirkte in dieser Phase überfordert. Als nach 57 Minuten Lorena Utz durch eine Gegenspielerin ins straucheln gebracht wurde, hielt Sie sich auf den Beinen und erzielte das 0:1. Luisa Härtl jagte nur wenige Minuten später den Ball an den Außenpfosten. In der 70. Minute scheiterte erst Julia Hirsch an TSV-Keeperin Sabrina Kerner, den Abpraller verwertete jedoch Sarah Heinkelein zum 0:2. Eine Viertelstunde vor dem Ende drückte nun wieder der TSV und Laura Vogel setzte einen Freistoß auf die Querlatte.

Beim nächsten Angriff erzielte Jennifer Costanzo den Anschlußtreffer. Im direkten Gegenzug köpfte Laura Vogel eine Segringer Ecke an den eigenen Pfosten. Die Gäste reagierten jetzt mehrmals fahrig auf die Angriffsversuche von Frauenaurach und zwei Standards wurden in der Schlussphase dem zu defensiv spielenden SVS zum Verhängnis. Erst drückte Constanzo einen Freistoß von Vogel über die Torlinie. Kurze Zeit später drehte nach einer Ecke im Getümmel Nilüfer Kaya die Partie.

Der SVS kämpfte nun mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage und so stellte Schiedsrichter Jonas Schröter (Langenzenn) in der Schlussphase Lorena Utz nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb/Rot vom Platz.

weitere Infos zum Spiel unter bfv.de extern!

Torfolge: 0:1 Lorena Utz (57. Minute) 0:2 Sarah Heinkelein (70. Minute) 1:2 Jennifer Constanzo (75. Minute) 2:2 Jennifer Constanzo (82. Minute) 3:2 Nilüfer Kaya (85. Minute)

Trotz der Niederlage bewies Segringen gerade nach dem Seitenwechsel das man wieder auf Augenhöhe mitspielen kann.

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