BOL: Spieli und SGV punkten

Foto: SpVgg. Erlangen FB   "So sehen Sieger aus" - es grüsst der Spitzenreiter der BOL Mittelfranken: SpVgg. Erlangen

Spitzenspiel in Eibach geht an die "Spieli" / SGV1883 holt Dreier in Weinberg III.

Mit einem souveränen 4:1 Sieg setzt sich die SpVgg. Erlangen weiterhin an die Spitze der BOL Mittelfranken, dicht gefolgt von der SGV1883, die ihr Spiel in Weinberg mit 1:0 gewinnen konnte. Einen kleinen 4:1-Dämpfer gab es für Aufsteiger Frauenaurach in Mörsdorf. Brand und Segringen trennen sich 2:2. Schlimm kam es wiederum für die Post SV Frauen in Brodswinden. Eine 6:1 Pleite stand am Ende auf der Anzeigetafel.

DJK Eibach - SpVgg. Erlangen   1:4  (0:2)

Spieli sicherte sich die Tabellenspitze

Es ist noch früh in der Saison, aber der vierte Spieltag der Bezirksoberliga Mittelfranken hatte bereits das zweite Spitzenspiel für die SpVgg Erlangen vorgesehen. Sonntag früh führte die Reise zu den bis dato mit zwei Siegen aus zwei Spielen startenden Eibacherinnen. Die Heimelf gewann beide Spiele der jungen Saison mit 2:1 gegen den TSV Frauenaurach und den Post SV Nürnberg.

Es wurde also ein Spiel auf Augenhöhe erwartet: Jedoch hatten die Erlangerinnen einen bärenstark Tag und ließen der Heimelf nicht den Hauch einer Chance. Am Ende stand ein verdienter Auswärtsdreier.
Von der ersten Sekunde an waren die Gäste aus dem Waldsportpark hellwach und zeigten starken Offensivfussball: bereits nach 180 Sekunden hätte Christina Maier ihre Farben in Front schießen können. Maier selbst war es, die das Spiel aus der eigenen Hälfte heraus verlagerte und Katharina Vornehm mitnahm. Vornehm marschierte weit in die Hälfte der Heimelf und sah die startende Maier. Den etwas verspäteten Doppelpass nahm letztere direkt Volley und der Ball streichte um Zentimeter am Tor von Tanja Brehmer vorbei.

Aber auch auf der Gegenseite wurde es plötzlich gefährlich: Nach einem schönen Konter pfiff Schiedsrichter Björn Bäuml einen Freistoß für die Heimelf. Katharina Vornehm soll ihre Gegenspieler 18 Meter vor dem Tor durch ein Foul gestoppt haben. Paula Torkut legte sich den Ball zurecht und übernahm die Verantwortung. Allerdings sorgte der Ball für keine Gefahr. Turkot schoss den Ball direkt in die Mauer, so dass die Aktion direkt verpuffte.

Deutlich gefährlicher wurde es wiederrum vor dem Tor von Tanja Brehmer: Johanna Spitzer nahm die heute sehr starke Katharina Vornehm mit. Vornehm wusste erstmal nichts mit ihrem Freiraum anzufangen und dribbelte in den Strafraum. Als sich ihr drei Gegenspielerinnen in den Weg stellten, landete der Ball direkt vor Maier.

Ohne eine Sekunde Zeit zu verlieren schoss sie den Ball auf das Tor der Heimelf. Jedoch wurde dieser abgefälscht und ging zur Ecke ins Aus. Diese brachte dann die Führung für Erlangen mit sich: Spitzer brachte die Flanke nach innen, Vornehm löste sich und nahm somit Daniela Dahlke die Gegenspielerin. Dahlke ließ sich nicht zweimal bitten und wuchtete die Ecke per Kopf zum 1:0 in die Maschen.
Traf zum 1:0, Daniela Dahlke mit Ihrem zweiten Saisontor
Es dauerte keine 120 Sekunden, da hatte die Spieli erneut den Torschrei auf den Lippen.

Erneut waren es Vornehm und Spitzer, die sich durchkombinierten. Spitzer marschierte in den Strafraum und bediente am zweiten Pfosten die freie Sabrina Hüttersen. Leider fehlte ihr im Abschluss das Glück, denn ihr Ball klatschte nur an den Pfosten.

Hüttersen blieb dran und eroberte sich die Kugel wieder zurück und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Sara Denndorf legte sich den Ball aus 20 Meter halbrechter Position zurecht. Mit einem gefährlichen Aufsetzer prüfte sie Brehmer, die aber den Ball parieren konnte.

Noch immer in der Anfangsviertelstunde und schon der zweite Pfosten-Knaller: Geduldig und mit viel Übersicht spielten sich die weinroten Gäste den Ball zu, bis die Lücke entstand. Als der Ball in eine dieser Lücken auf Lara Schmidt kam, sah sie die freie Maier. Auch ihr fehlte das Glück im Abschluss, denn es machte wieder nur „klatsch“ am Pfosten.

Wie es im Fussball meist so ist, rächt es sich hinten, wenn du vorne deine Dinger nicht rein machst. Und so wäre es beinahe gekommen. Eibach kombinierte sich gut aus dem Mittelfeld heraus. Nicole Munzert sah die freie Paula Turkot. Ihre Flanke in die Mitte fand die eingelaufene Claudia Haas. Im Rutschen kam sie an den Ball und schoss ihn gegen die Laufrichtung von Miriam Polzer. Aber mit einem überragendem Reflex sicherte sie ihre Mannschaft weiterhin die Führung.

Zwei Minuten später fiel dann aber auf der Gegenseite das verdiente 2:0: Christina Maier konnte Cristin Gundel den Ball abluchsen und in den Strafraum einlaufen. Gundel wusste sich nur noch durch ein Foul zu helfen und riss Maier zu Boden. Schiedsrichter Björn Bäuml blieb nichts anderes übrig als auf Elfmeter zu entschieden. Gelb gab es obendrauf für Gundel. Anette Schmitt legte sich den Ball zurecht und verwandelte sicher zum 2:0.

Die Erlangerinnen spielten sich regelrecht in einen Rausch und es ging meist nur in eine Richtung, die vom Tor der Heimelf. Eibach wusste an diesem Tag zunächst erstmal nichts entgegenzusetzen. Zwar waren sie willig und aggressiv in den Zweikämpfen, kamen aber meist einen Schritt zu spät. Durch das gedankenschnelle Schalten schafften es die Erlangerinnen immer wieder den Ball zu erobern und im Gegenpressing den Ball zurück zu erobern

.In der 27. Spielminute gab es die nächste gute Einschussmöglichkeit. Mit einem schnellen Angriff bestehend aus vier Stationen: Charlotte Hebecker ging an und bediente Daniela Dahlke. Sie legte direkt auf Spitzer ab, die wiederum sofort One-Touch Lara Schmidt mit ins Boot nahm. Deren Flanke wurde von der Heimelf direkt vor die Füße von Dahlke geklärt. Ihr Torschuss wurde aber zur Ecke geklärt, die nichts einbrachte.

Vor dem Seitenwechsel hatten die Hugenottenstädterinnen noch zwei weitere Abschlüsse zu verbuchen: Erst bediente Maier die freie Anette Schmitt, dessen Schlenker aber genau so in den Armen landete wie der Kopfball von Lara Schmidt. Mit dem 2:0 im Rücken ging es in die Pause: „Wir haben eine starke erste Halbzeit gespielt. Alles was wir uns vorgenommen haben, haben wir perfekt umgesetzt. Einzig allein die Chancenverwertung mussten wir uns vorwerfen“, so Trainer Kevin Schmidt. Aber er mahnte seine Mannschaft auch, dass sie im zweiten Durchgang nicht fünf Prozent rausnehmen dürfen. Denn Eibach ist gut und mit einem Tor kann das Spiel schnell kippen.

Der erste Abschluss im zweiten Spielabschnitt ging auch auf das Konto der Gäste: Lara Schmidt konnte sich den Ball erobern und ging in den Strafraum. Sie versuchte es mit einem Schlenker aus gut 16 Metern, jedoch fand der Ball nur den Weg in die Arme von Brehmer.
Und dann trat genau das ein, was man auf Seiten der Erlangerinnen nicht haben wollte. Eibach verkürzte aus dem nichts zum 1:2. Nach einer strittigen Einwurfentscheidung schaltete die Heimelf schneller als die Gäste und nutzte die unsortierte Situation aus. Der Ball landete bei Christina Heri. Sie sah, dass Polzer noch etwas zu weit vor dem Tor stand und hob den Ball aus 25 Meter über die Torfrau zum Anschlusstreffer.

Eibach gab der Anschlusstreffer natürlich wieder etwas Aufwind und sie versuchten sofort nachzulegen. Zwar waren die Gäste aus Erlangen etwas verunsichert, aber sie ließen eigentlich nichts gefährliches zu. Nach einem Abschlag von Tanja Brehmer gab es zu wenig Absprache in der Hintermannschaft der SpVgg Erlangen, so dass der Ball bei Lena Übel landete. Ihr Abschluss aber landete deutlich neben dem Tor.

Kurz geschüttelt und wieder aufgerichtet, schon rollte der Spieli-Express wieder in Richtung des Tores der DJK. Und die erste Chance nach dem kleinen Durchhänger hätte bereits die Vorentscheidung bringen können. Nina Kühnl bediente Katharina Vornehm. Vornehm ging alleine auf Brehmer zu. Mit einem Schlenzer versuchte sie die Torfrau zu überwinden. Aber erneut war Brehmer Siegerin geblieben und konnte mit einer starken Parade ihre Mannschaft im Spiel halten.
Jedoch ging die Rechnung nicht auf, denn ihre Hintermannschaft leistete sich eine Unkonzentriertheit und so sah sich Brehmer der nächsten Erlangerin gegenüber. Dieses mal konnte Christina Maier alleine auf das Tor zugehen. Und die Stürmerin ließ sich die Chance nicht nehmen. Flach im rechten Toreck versenkte sie den ball zum 1:3.

Den Deckel auf das Spiel machte dann Lara Schmidt keine zwei Minuten später drauf: Kühnl schaltete mit einem Diagonallball die komplette Hintermannschaft der Heimelf aus. Sabrina Hüttersen nahm den Ball auf und ging in den Strafraum. Lara Schmidt lief ein und Hüttersen bediente die freie Schmidt. Sie blieb Siegerin im Laufduell und hämmerte den Ball Volley aus fünf Meter mit Links unter den Querbalken. Mit dem 1:4 war der Widerstand der Heimelf gebrochen und das Spiel entschieden.

In der 73. Spielminute war es erneut Katharina Vornehm die zum Abschluss kam: Lara Schmidt schickte Stephanie Reinhardt auf die Reise. Mit viel Übersicht legte sie den Ball auf Vornehm ab. Dieses Mal versuchte sie es mit dem linken Fuß, jedoch zielte sie zu genau und der Ball ging Zentimeter am Toreck vorbei.

Auf der Gegenseite hatte Christina Heri mit ihrem Treffer etwas Blut geleckt. Wie schon beim Anschlusstreffer schlenzte sie den Ball aus 25 Meter auf das Tor von Miriam Polzer. Jedoch blieb die Torfrau dieses mal der Sieger und lenkte den Ball mit einer starken Parade über den Querbalken.

Die Spieli ließ den Ball nun weiter laufen, aber nahm deutlich das Tempo aus dem Spiel. So dauerte es auch bis zur 89 Minute bis es wieder zu einem gefährlichen Abschluss der Gäste kam. Aber erst fischte Brehmer im Privatduell mit Vornehm den Ball aus dem Winkel. Die anschließende Ecke konnte Eibach direkt vor die Füße von Kühnl klären. Aber ihr Abschluss ging auch Zentimeter am Tor vorbei. Nach der Aktion pfiff Björn Bäuml das Spiel ab und die Erlangerinnen feierten einen verdienten 4:1 Auswärtserfolg bei den Eibacherinnen und sicherten sich die Tabellenspitze.

weitere Infos zum Spiel unter bfv.de extern!

SV Weinberg III. - SGV Nürnberg-Fürth 1883   0:1  (0:0)

Geduld hat sich gelohnt / Fotos: Thomas Streng

Am Samstag Nachmittag gastierten die SGV Damen bei der 3. Mannschaft des SV Weinberg. Nach einer ausgeglichenen 1. Halbzeit, konnte man aufgrund der 2. Halbzeit einen knappen aber verdienten 0:1 Auswärtssieg feiern.

Die Nürnbergerinnen der SGV1883 waren zu Gast beim SV Weinberg III. Die ersten 15 Minuten gehörten klar den Gästen, die es hier verpassten die frühe Führung zu erzielen. Nachdem die SGV dann 2 mal das Aluminium traf, war das Glück auf Ihrer Seite als die Heimelf einen Elfmeter knapp neben das Gehäuse setzten.

So ging es dann mit einem gerechten 0:0 in die Kabine. In der 2. Hälfte hatte die SGV dann die besseren Chancen und ging in der 61. Minute durch einen schönen Schuss von Kirsten Ippolt in Führung.

Doch auch die Gastgeberinnen hatten immer wieder Chancen, scheiterten aber entweder an den Nerven oder an der gut aufgelegten Torfrau der SGV, Stefanie Seiffert.

In der Folge verpassten es die Gäste jedoch den Deckel drauf zu machen und ließen eine reihe an guten Chancen liegen, so dass es bis zum Ende spannend blieb. Am Schluss stand ein verdienter 0:1 Auswärtssieg für die SGV Damen für die es bereits am Donnerstag im Pokal in Deutenbach weitergeht.

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