BOL: Post SV fährt noch einen Dreier ein

Foto: Post SV    Ehrung für die langjährige Spielerin Nadin Eichhorn (Post SV). Der Verein und das Team bedanken sich bei IHR.

Wichtige Punkte für Post gegen das Schlusslicht

Im Nachholspiel der BOL Mittelfranken kann der Post SV, in einem spannenden Spiel, dass Schlusslicht TSV Lonnerstadt mit 4:3 besiegen. Vor dem Spiel wurde eine langjährige Spielerin der Post`lerinnen verabschiedet. Jetzt geht das Team, um Trainer Ecevit Türk, in die verdiente Winterpause.

Post SV Nürnberg - TSV Lonnerstadt  4:3  (3:3)

Lonnerstadt zeigte sich kämpferisch

Zum Abschluss der BOL-Hinrunde standen sich am Ebensee der Post SV Nürnberg und der TSV Lonnerstadt zum Nachholspiel gegenüber. Obgleich Tabellenschlusslicht, legten die Gäste einen druckvollen Start hin und konnten schon in Minute 3 den ersten Torerfolg erzielen. Einem Abstoß des Post SV durch die Mitte folgte ein Ballverlust, der mit einem zielgenauen Fernschuss aus knapp 25 Metern ins Gehäuse des Heimteams bestraft wurde. Die Nürnbergerinnen zeigten sich davon jedoch nicht lange beeindruckt und bliesen bereits drei Zeigerumdrehungen später zum Gegenangriff: Mit einer Körpertäuschung setzte sich die pfeilschnelle Nina Ruckriegel nach maßgenauem Zuspiel von Sarah Enßlin an der Seitenlinie gut durch, ihre Flanke konnte gerade noch ins Toraus abgeblockt werden.

Die anschließende Ecke zirkelte schließlich Julia Harder gefährlich in den Fünfmeterraum, wo Sarah Enßlin nur noch zum 1:1 Ausgleich einzuköpfen brauchte. Nun war der Post SV am Drücker: In der 10. Spielminute verlängerte Margaux Verheecke in der Mitte einen Ball schön per Kopf auf die außen mitgelaufene Nina Ruckriegel, deren abgeblockte Flanke wiederum bei Julia Harder landete, deren Abschluss am Ende etwas zu zentral aufs Tor der Lonnerstädter kam. Nur zwei Minuten später hatten Zuschauer wie Spielerinnen dann ein Déjà-vu: Ein erneut von Nina Ruckriegel herausgeholter und von Julia Harder getretener Eckball fand zum zweiten Mal eine dankbare Abnehmerin in Sarah Enßlin, die zum 2:1 einnetzte. Zum Abschluss dieser munteren ersten Viertelstunde der Partie brachte Nadin Sander von rechts eine weite Flanke auf die freistehende Nina Ruckriegel, die aber nur das Außennetz traf.

Wiederum eine Standardsituation, dieses Mal für den TSV, brachte die nächste Torraumszene ein. In der 23. Spielminute hatte das Heimteam einen gegnerischen Eckball eigentlich schon sicher in den eigenen Reihen, agierte dann jedoch zu hektisch und verlor den Ball, was die Gäste dankend annahmen und diesen von der linken Sechszehnerkante ins kurze Eck zum 2:2 schlenzten. In Minute 35 spielten die Lonnerstädter ihre Nummer #12 schön frei, ihr Abschluss war für Anne Engler im Tor des Post SV jedoch sichere Beute.

Fünf Zeigerumdrehungen später durfte dann Nadin Sander bei ihrem Abschlussspiel vor der verdienten Fußballrente noch einen sehenswerten Assist beisteuern: Nachdem sie einen langen Ball erlaufen hatte, brachte sie die Flanke gefährlich in den Strafraum, wo die mitgesprintete Margaux Verheecke überlegt zum 3:2 ins kurze Eck abschloss. Eine weitere traumhaft getretene Ecke von Julia Harder bzw. der anschließende Kopfball von Viola Schmidt konnte von den Gästen gerade noch auf der Torlinie geklärt werden. Der Post SV wähnte sich in der 45. Spielminute bereits beim Halbzeittee und ließ eine Spielerin des TSV völlig unbedrängt aufs Tor zulaufen und mit dem Pausenpfiff zum 3:3 Ausgleich einschieben.

Foto: FBPostSV   "Abschied" von unserer langjährige Spielerin Nadin als aktiven Teil unserer Mannschaft, die jedoch mit einer symbolischen Dauerkarte und einem Fan-Pulli ausgestattet wurde, um künftig für die Fantribüne gerüstet zu sein. Nadin, Danke für Deinen Einsatz in den letzten Jahren! Wir sehen uns weiterhin...!!!

Nach dieser torreichen ersten Halbzeit sollten die zweiten 45 Minuten etwas ruhiger werden, das Team vom Ebensee hatte den TSV nun besser im Griff und ließ das Spiel zumeist in der gegnerischen Hälfte stattfinden. Nichtsdestotrotz wollte man schnell wieder in Führung gehen, was in Minute 53 auch gelang: Ein weit getretener Freistoß von Viola Schmidt landete abgefälscht bei Nina Ruckriegel, die den Ball per Direktannahme zum 4:3 in die Masche jagte.

In den Folgeminuten kam der Post SV zwar einige weitere Male in die Gefahrenzone, der Ball kam jedoch nicht entscheidend aufs Tor. Die wenigen Gelegenheiten, die man den Gästen ließ, waren dennoch nicht zu unterschätzen, scheiterten letztendlich aber an der Ungenauigkeit bei den Abschlüssen, die entweder in den Armen von Anne Engler oder aber neben dem Tor landeten. So blieb es letztendlich beim Spielstand von 4:3, womit die Nürnbergerinnen eine durchwachsene Hinrunde versöhnlich mit einem Sieg abschließen konnten.

Nun gilt es, über die Winterpause zu regenerieren, die Tanks wieder zu füllen und mit neuem Mut und genesenen Spielerinnen auch 2019 wieder auf Punktejagd zu gehen.

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