BOL: Spieli mit "Lucky Punch"

Foto: SpVgg. Erlangen   Torjubel bei den BOL-Frauen der "Spieli". In der 68. Minute brachte ein Eigentor die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeberinnen.

Erlanger Spielvereinigung dicht hinter dem Namensvetter aus Fürth

Die SpVgg. Erlangen legt einen guten Saisonstart hin. Drei Siege und ein Unentschieden. Zuletzt konnte das Schlusslicht der BOL (SCWW) mit 1:0 besiegt werden. Die Fürther Spielvereinigung (II.) gewann das kleine Derby gegen Club III. knapp mit 2:1 und bleibt auf Platz 1. Nichts zu holen gab es für die SGV 1883 bei der 4:1 Pleite in Brand. Aufsteiger Eibach und der TSV Mörsdorf trennen sich 2:2. Den Post-Frauen gelingt in Sulzkirchen der erste Saisonsieg (2:3). Der quirlige Aufsteiger SV Segringen kann mit 5:1 in Lonnerstadt gewinnen!

SpVgg. Erlangen - SC Wernsbach-Weihenzell   1:0  (0:0)

Eigentor eintscheidet das Spiel

Am vierten Spieltag der Frauen Bezirksoberliga gastierte der SC Wernsbach-Weihenzell im Waldsportpark Buckenhof. Die Gäste reisten als aktuelles Schlusslicht der Liga nach Erlangen. Der Heimelf merkte man sofort an, dass sie die drei Punkte unbedingt daheim behalten möchten und sie agierten gleich mit viel Druck nach vorne. Bereits nach drei Minuten der erste Schock: Nach einem Pressschlag ging Teresa Müller zu Boden. Der erste Eindruck sah nicht gut aus, aber für Müller ging es zum Glück weiter.

Danach drückten die Erlangerinnen wieder aufs Tempo und schnürrten die Gäste in deren Hälfte ein. Nach 6 Minuten gab es einen Freistoß vor dem Tor von Lisa Deppe. Zuvor war Sabrina Hüttersen von den Beinen geholt worden. Johanna Spitzer legte sich das Spielgerät parat und schoss direkt auf das Tor. Deppe konnte den Ball nur hinterher sehen und er klatschte an den Innenpfosten. Von dort rollte er direkt vor die Füße von Laura Beifuß, doch sie zielte zu genau und der Ball rollte Zentimeter am Tor vorbei ins Aus.

Erlangen wollte nun mehr, während sich die Gäste rein aufs Kontern eingestellt haben. Die nächste Möglichkeit hatte dann Christina Greinacher. Von Anette Schmitt bedient, ging Greinacher auf in Richtung Strafraum. Ihr Abschluss hatte nicht den nötigen Druck, so dass es für Deppe kein Problem war, das Spielgerät aufzunehmen.

Auf der Gegenseite durfte sich dann auch mal Spieli-Torfrau Chiara Vetter zeigen: Nachdem dieses Mal Hüttersen Resi Rücker faulte, legte diese sich auch den Freistoß zurecht. Trotz der ca. 30 Meter Torentfernung versuchte es Rücker direkt. Aber der Ball war leichte Beute für Vetter.

Der Spielvereinigung gelang es nun immer mehr den SCWW in die Bewegung zu bekommen und somit Lücken zu reißen. In der Zehnten Spielminute dann die große Chance auf die Führung: Bei einem zu kurz getretenen Abschlag der Gäste schaffte es Daniela Dahlke den Ball abzufangen und in den Strafraum einzudringen. Der Abschlussversuch mit links streifte dann knapp über die Querlatte, so dass es weiterhin beim 0:0 blieb.

Von den Gästen, die in den ersten beiden Saisonspielen jeweils vier Gegentreffer hinnehmen mussten, war nicht mehr zu sehen bis dato. Zwar versuchten sie es immer wieder über die auffällige Hübschmann, doch meistens war die Abwehr um Anette Schmitt auf der Höhe und konnte den Gegner ablaufen.

Die Spieli war in der Phase der Partie aber dann zu kleinlich. Querpass auf Querpass folgte und man hatte den Eindruck, dass jede Spielerin den Ball ins Tor tragen wollte. Gefährlich wurde es erst wieder nach 25 gespielten Minuten. Johanna Spitzer brachte einen Eckball zur Mitte: Anette Schmitt setze sich durch und köpfte den Ball gefährlich Richtung Tor. Laura Beifuss versuchte den Ball, welcher knapp am Tor vorbei gegangen wäre, nochmal scharf zu machen, aber in der Mitte konnte mit Tina Jordan nur eine Wernsbacher Abnehmerin gefunden werden, welche zu einer weiteren Ecke führte. Diese brachte aber nichts ein.

Nur 180 Sekunden später hatte erneut Laura Beifuß die Riesenchance auf 1:0 zu stellen. Sophia Stadler bediente Sabrina Hüttersen. Diese konnte mühelos in den Strafraum eindringen und im Rücken der Abwehr Beifuß bedienen. Überlegt schiebt diese den Ball ins lange Eck, doch erneut streifte der Ball Zentimeter am Tor vorbei, so dass es weiterhin beim 0:0 blieb.

Bis zum Pausenpfiff hatte die Heimelf noch den ein oder anderen Abschluss zu verzeichnen, aber Greinacher, Dahlke und Spitzer brachten nicht genug Druck hinter den Ball oder zielten zu ungenau, so dass es torlos in die Pause ging.

„Wir haben es in der ersten Halbzeit fußballerisch gut gelöst. Viel nach vorne gespielt, aggressiv angelaufen, Chancen erarbeitet, also eigentlich alles was man in einem Spiel braucht. Nur das Tor fehlte uns. Wenn der Freistoß oder der Nachschuss direkt zu Beginn ins Tor gegangen wäre, befürchte ich, müssen wir nicht so lange zittern“, so Kevin Schmidt nach dem Spiel.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit erstmal das selbe Spiel, Erlangen kam mit Tempo, Wernsbach stand sehr tief. Es waren keine zwei Minuten gespielt, da bediente Hüttersen die freie Greinacher. Noch einen Gegenspieler ausgespielt, versuchte sie es aus 20 Metern Torentfernung. Knapp drüber.

Als Johanna Spitzer in der 50. Spielminute einen Eckball zur Mitte brachte und mit Anette Schmitt eine Abnehmerin fand, war das vorübergehend erstmal die letzte „gute“ Möglichkeit für die Spieli. Ab diesem Moment fing der Motor deutlich das Stottern an und man tat sich zunehmend schwerer.

„Man muss Wernsbach ein Kompliment machen wie leidenschaftlich und diszipliniert sie verteidigten“, so Schmidt. Aus dieser dicht gestaffelten Abwehrreihe leitete der Gast aus dem Ansbacher Landkreis auch einen Konter ein: Dana Hübschmann wurde auf die Reise geschickt, Chiara Vetter kam aus dem Erlanger Tor einen Schritt zu spät, so dass Hübschmann an ihr vorbei war. Allerdings fehlte der Angreiferin der Druck aus knapp 30 Metern Torentfernung, so dass die nachgelaufene Teresa Müller den Ball problemlos abfangen konnte.

In der 62. Spielminute dann endlich der scheinbar erlösende Treffer für die Heimelf. Johanna Spitzer bediente Anette Schmitt, dessen Schuss noch geblockt wurde und vor den Füßen von Hüttersen landetet. Sie steckte den Ball auf die freie Daniela Dahlke durch und sie behielt die Nerven. An der herauslaufende Deppe im Tor schob sie den Ball ins lange Eck. Doch Schiedsrichter Marlon Weid entschied auf eine Abseitsposition von Dahlke und gab den Treffer nicht.

Mit dieser Aktion ging wohl wieder ein Ruck durch die Mannschaft der Heimelf. Nun wurde wieder zielstrebiger nach vorne gespielt und Abschlüsse gesucht. Ein solcher Abschluss der eingewechselten Sara Denndorf konnte Deppe stark parieren und es gab Eckball: Johanna Spitzer bracht den Ball gefährlich vor das Tor, wo Deppe den Ball unterlief. Tina Jordan rechnete nicht damit, dass ihre Torfrau den Ball nicht abfangen kann, denn der Ball ging von ihrer Schulter ins leere Tor zum 1:0 für Erlangen.

Die Erleichterung beim Trainerteam und den 50 Zuschauern war spürbar.  Mit der Führung im Rücken spielte es sich nun deutlich leichter für die Heimmannschaft. Hier muss man sich aber klar vorwerfen, dass man nicht mutig genug blieb und es weiter versuchte. Bis kurz vor Schluss gab es nur Abschlüsse aus dem Halbfeld, die allesamt verpufften.

Die besten Möglichkeiten um den Sieg weiter in die Höhe zu treiben hatten Stephanie Reinhardt und Veronika Papon. Reinhardt ließ noch eine Gegenspieler stehen und zielte aus spitzen Winkel zu hoch. Papon brachte den Ball aus zentraler Position nicht hoch genug an, so dass die Torfrau den Ball noch erwischen konnte.

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Spieli-Fazit: „Ein typisches Spiel gegen einen „Tabellenletzten“. Wenn man das Tor nicht macht, kommt man ins Zittern. Wir müssen es endlich schaffen, dass wir nicht nur 45 Minuten guten Fussball spielen, sondern ein Spiel 2 Halbzeiten hat. Klar ist es schwierig gegen so eine tiefstehende Mannschaft, aber das darf uns nicht aus dem Konzept bringen. Ich hoffe der Lernprozess steigt in diesem Prozess schnell an und wir packen es, ruhig und geduldig weiterzuspielen“, so der Trainer.

TSV Brand - SGV Nürnberg-Fürth 1883     4:1  (1:1)

TSV-Torhüterin Auterhoff hält Sieg fest

Foto: Sabine Schmalz

Der TSV Brand traf am 22.09.2018 zu Hause auf die SGV Nürnberg Fürth 1883. Das Spiel versprach schon im voraus Spannung für die ca. 50 Zuschauer, denn schon letzte Saison waren es spannende Partien mit knappen Ergebnissen.

Schon in der 9. Minute hätte Brand durch einen Konter in Führung gehen müssen. Daniela Puscha bekam den Ball an der Mittellinie, startete zum 16er durch und stand mit freier Schussbahn  vor der Gästetorhüterin, zögerte jedoch einen Moment zu lange. Die Verteidigerin rettete den Ball, bevor die Branderin abschließen konnte.

Doch schon kurze Zeit später konnte die Heimmannschaft einen Angriff zu Ende führen. Nachdem Kolb in der 13. Minute einen Diagonalball auf Gehre spielt, passt diese von der Grundlinie flach in den Strafraum, Übel steht goldrichtig und kann den Ball problemlos ins Tor einschieben.

Foto: Sabine Schmalz

Danach war das Spiel ziemlich ausgeglichen und spielte sich zusehends im Mittelfeld ab. Die Brander Abwehr wurde etwas hektisch und unsicher, wodurch die SG zu Torchancen kam und letztendlich durch Kirsten Ipolt in der 32. Minute den Ausgleich markierte. Bis zur Halbzeit hatte die Gästemannschaft mehr vom Spiel, jedoch konnte Horlamus die Defensive gut zusammenhalten.

Foto: Sabine Schmalz

Kurz nach der Pause kommt Schwarz nach vorne und flankt den Ball auf Stephanie Barabas, die in den Strafraum einzieht und mit einem Schuss über die Torhüterin in der 49. Minute ins Tor trifft. Nur 6 Minuten später gehen die Branderinnen nach einem Konter mit 3:1 durch Lena Übel in Führung. Im weiteren Spielverlauf stehen beide Mannschaften gut in der Defensive. Es herrscht Chancengleichheit.

Foto: Thomas Holzer

In der 82. Minute traf der Joker Evi Schlagenhaufer souverän zum 4:1 Endstand. Die Gäste gaben sich trotzdem nicht auf und kamen kurz vor Schluss noch zu einigen guten Torchancen, bei denen sie das Tor entweder knapp verfehlten oder Torhüterin Tatjana Auterhoff den Sieg mit einigen Glanztaten festhielt.

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TSV Lonnerstadt - SV Segringen    1:5   (0:3)

Verdiente Auswärtspunkte / Fotos: HanniSVS

Der erste Sieg für Segringen war völlig verdient. Nach neun Minuten erzielte Elena Rothammel, nach gekonnter Ablage von Luisa Härtl, durch die Beine von TSV Schlussfrau Ivonne Hagen die Führung. Ein Schuss von Anika Walter aus halbrechter Position touchierte die Querlatte und sprang zurück ins Spielfeld (20.). Wiederum Walter flankte nur drei Minuten später in den Strafraum der Heimelf, wo Rothammel goldrichtig stand und zum 0:2 einnetzte. Nach einem Freistoß von Cordula Jendras zimmerte Härtl den Ball zum 0:3 Halbzeitstand in die Maschen.

Nach Wideranpfiff lief der SVS weiter an und versuchte die Führung noch höher zu gestalten. Nach einer Stunde wurde Härtl im Strafraum gelegt, den fälligen Elfmeter setzte Jendras neben das Tor. Zehn Minuten später wurde Härtls Treffer von Schiedsrichter Kevin Koop (Uehlfeld) wegen vermeintlichen Foulspiels aberkannt. Im direkten Gegenzug erzielte der TSV durch Aileen Decke das 1:3. In der Schlussphase entschied Segringen mit sehr ansehnlichen Kombinationsspiel über Lorena Utz und Luisa Härtl und durch Treffer von Christina Liebenstein sowie Sonja Maric endgültig die Partie.


 
Torfolge: 0:1 Elena Rothammel (9. Minute)0:2 Elena Rothammel (23. Minute)0:3 Luisa Härtl (38. Minute)1:3 Aileen Decke (72. Minute)1:4 Christina Liebenstein (81. Minute)1:5 Sonja Maric (90. Minute)

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