BZN: Neuer Klassenprimus

Foto: Kerstin Berg    Die SpVgg. Effeltrich war zu Gast beim neuen Klassenprimus der Bezirksliga Nord, dem TSV Frauenaurach (blau).

Remis des TSV Falkenheim / 6 Tore für Frauenaurach

Die Bezirksliga Nord hat einen neuen Tabellenführer, da Falkenheim über ein 2:2 in Erlangen II. nicht hinauskam. Der TSV Frauenaurach siegte zu Hause mit 6:2 gegen Effeltrich und zog somit an den Nürnbergerinnen vorbei. Losaurach erkämpft sich ein 9:4 gegen Langensendelbach. Ezelsdorf II. schlägt Schnaittach ebenfalls mit 6:2. Enge Kiste im Kampf gegen den Abstieg. Der TSV Zirndorf holt einen Dreier (1:0 gegen Adelsdorf).

TSV Frauenaurach - SpVgg. Effeltrich   6:2  (3:1)

Sieg im Spitzenspiel / Fotos: Kerstin Berg

Gegen die ebenfalls in der Tabelle oben stehenden Gäste der SpVgg Effeltrich gelang den Frauenauracherinnen am Sonntag wie im
Hinspiel ein wichtiger Sieg. In der 8. Minute ging man durch Gumbrecht in Führung.

In der 22. Minute könnte man nach Foul an Kaya per Strafstoß durch Vogel auf 2:0 erhöhen. In der 41. Minute dann durch die Gästespielerin Ullrich der Anschlusstreffer zum 2:1, ehe Vogel nach erneutem Elfmeter nach Foul an Costanzo auf 3:1 erhöhen könnte.

10 Minuten nach der Halbzeit dann das 4:1 durch Mahr nach Vorlage Costanzo. In der 84. Minute das 4:2 für die Effeltricherinnen durch Stein und so wurde es nochmal spannend. Jedoch entschieden die Frauenauracherinnen in den letzten Minuten mit 2 weiteren Toren das Spiel für sich.

weitere Infos zum Spiel unter bfv.de extern!

Nachdem der Spitzenreiter am Vortag gegen die SpVgg Erlangen 2 Punkte liegen ließ, rücken die Frauenauracherinnen durch diesen Sieg mit zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Tabellenplatz.

SpVgg. Erlangen II. - TSV Falkenheim   2:2  (1:1)

Spieli überrascht

Nach der bitteren 6:2 Niederlage im Hinspiel wollte man dieses Mal besser auftreten. In konditionell guter Verfassung und aufgrund spielerischer Fortschritte wollte man sich keineswegs gegen den Herbstmeister verstecken. Das neue Trainerteam um Jannik Popp und Simone Vogler wussten um die Stärken der Falkenheimer Mädels und dass ihre Stürmerin Nina Roß jederzeit gefährliche Aktionen starten kann. Sie aus dem Spiel zu nehmen, war somit auch ein zentraler Bestandteil der taktischen Ausrichtung.

Zu Beginn des Spiels konnten die Spieli-Mädels sogar das erste Ausrufezeichen der Partie setzen. Nach einem Ballverlust von Falkenheim schalteten sie schnell um und mit einem langen Ball fand sich Juliane Krüger vor dem Tor von Gästekeeperin Katharina Bidner wieder. Diese reagierte aber gut und konnte den Schuss abwehren.
Der Spieli war der Wille und die Motivation, erfolgreich in die Rückrunde zu starten und endlich Punkte zu sammeln, anzusehen.

Doch quasi im Gegenzug dann der Rückschlag: Nach eigenem Ballverlust konnte Falkenheim kontern und durch einen langen diagonalen Pass Helene Michelson in Szene setzen. Diese agierte blitzschnell, setzte eine Körpertäuschung an und erzielte mit einem starken Abschluss die Führung erzielen. Ein herber Rückschlag für die Erlangerinnen. War man bis dato gut in der Partie, zeigte der Treffer Wirkung: Die Ruhe war dahin und es schlichen sich durch die Nervosität einige Fehler ins Spiel der Heimelf.

In der Folge blieben die Abwehrreihen auf beiden Seiten jedoch gut sortiert und ließen nur wenig zwingendes zu. Nach 21. Minute dann eine Strafstoßentscheidung für den TSV Falkenheim. Eine zweifelhafte Entscheidung, den die Stürmerin ging schon vor der Grätsche lautstark zu Boden. Nina Roß übernahm die Verantwortung und legte sich den Ball auf den Punkt. Die Stürmerin wollte es aber zu genau machen und traf nur den Außenpfosten.

Nur kurze Zeit später gab es erneut Grund zur Diskussionen: Der Grund war ein vermeintlichen Handspiel Seitens der SpVgg Erlangen. Anders als bei der vorherigen Situation hätte sich hier wohl niemand beschweren dürfen, hätte der Schiedsrichter auf Handspiel und somit Strafstoß entschieden. Glück für die Spieli!

Es war knapp eine halbe Stunde gespielt, da ertönte erneut der Pfiff und es gab Strafstoß: Die Abwehrspielerin des TSV kam zu spät und konnte die Angreiferin aus Erlangen nur durch ein Foul stoppen.  Spielführerin Sandra Grimmer übernahm die Verantwortung und schoss den Ball wuchtig Richtung Gästetor. Die Torhüterin war zwar noch am Ball, konnte den Schuss jedoch nicht ausreichend ablenken und das 1:1 verhindern. Zu dieser Zeit der verdiente Ausgleich.

Auf beiden Seiten gab es häufiger aussichtsreiche Situationen zum Torabschluss, doch der letzte Pass wollte beiden Teams nicht gelingen. Somit ging es mit dem Unentschieden in die Pause.

Die zweite Hälfte war über lange Strecken von viel Kampf im Mittelfeld geprägt und ergab bis auf Standardsituationen wenige Torraumszenen. Die Spieli setzte die Gäste ab der Mittellinie konsequent unter Druck und Nina Roß wurde direkt bei der Ballannahme gestört.

Durch diese taktische Maßnahme gelang es die Tipstürmerin der Liga weitestgehend aus dem Verkehr zu ziehen. Doch wie es bei solchen Ausnahmespielern nun mal so ist, kann man eine Spielerin dieser Qualität nicht über 90 Minuten aus dem Spiel nehmen. In der 72. Minute reichte eine Unachtsamkeit der Verteidigerin aus und sie kam in eine gute Schussposition. Die Abwehr konnte den Ball noch leicht blocken, dennoch fand er seinen Weg ins lange Eck  zum 1:2.

Kurze Zeit war der Rückschlag der Mannschaft anzumerken, doch die Spieli-Mädels bewiesen Herz und Leidenschaft und konnten schon bald wieder offensiv in Erscheinung treten. Es lief die 82. Minute als es nochmal Richtung Tor der Gäste ging. Etwas zu schnell für die Abwehr der Falkenheimerinnen. Hanna Wedekind konnte sich im 1 gegen 1 gut durchsetzen und in den Strafraum eindringen.

Mit viel Übersicht spielte sie dort einen Querpass und fand vor dem Tor Marion Müller. Diese hatte keine Mühe mehr den Ball ins lange Eck einzuschieben. Mit ihrem ersten Tor für die Spielvereinigung gelang ihr gleich so ein wichtiger Treffer zum 2:2 Ausgleich.

In den letzten 10 Minuten der Partie versuchte Falkenheim noch einmal alles. Als Tabellenführer wollten sie sich mit dem Punkt nicht zufriedengeben. Doch die Spieli blieb durch ihr Umschaltspiel gefährlich und konnte so immer wieder für Entlastung sorgen.

Bei zwei aufeinanderfolgenden Eckbällen musste man auf Seiten der Heimelf zwar nochmals zittern, doch auch diese wurden überstanden und die „zweite“ Damenmannschaft nimmt einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt mit.

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