BOL: Post SV feiert "noch nicht"

Foto: Stefan Schmidt    Tor für den Post SV (in rot)? Nein - "nur" ein weiterer Ball der knapp am Tor des TSV Mörsdorf (in weiss) vorbeiging.

Entscheidung um Meisterschaft vertagt / Relegation für Mosbach, Frauenaurach oder Altdorf?

Einen glücklichen 1:0 Sieg holt der TSV Mörsdorf beim Tabellenführer Post SV Nürnberg. Damit ist die Meisterschaftsfeier verschoben. Ein Punkt fehlt dem Team vom Ebensee. Der TSV Brand konnte, durch die 2:1 Niederlage in Ezelsdorf, den Abstand nach oben nicht verkürzen. Die SpVgg. Greuther Fürth II. gewinnt mit 2:0 gegen Absteiger Dittenheim. Mit 5:4 hält der FSV Großenseebach den TV Dietenhofen nieder. Der SV Mosbach setzt mit dem 4:1 Sieg die Negativserie des FC Altdorf fort. Der TSV Frauenaurach holt goldene drei Punkte bei der "Spieli". Unter der Woche kann der Post SV seine nötigen Punkte, beim Nachholtermin in Altdorf, zur Meisterschaft einfahren (Mi. 20.05. um 19.15 Uhr). Die Spieli empfängt Brand (19.30 Uhr).

Post SV Nürnberg - TSV Mörsdorf   0:1   (0:1)

Am 20. Spieltag gastierte der TSV Mörsdorf beim Tabellenführer in Nürnberg. Für den Post SV war es die Möglichkeit mit einem Remis oder Sieg die Meisterschaft frühzeitig perfekt zu machen. Hoch motiviert gingen die Gastgeberinnen in die Partie gegen einen ungeliebten Gegner.

Die Gastgeberinnen kamen gleich in den ersten Minuten zu einer guten Torchance. Die Situation wurde von der Mörsdorfer Hintermannschaft im eigenen Strafraum mithilfe eines Handspiels geklärt. Der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Horst Szeiler blieb allerdings aus (5. Minute). Wenig später mussten die Gäste erneut aufatmen, als Nina Ruckriegel nach Angriff über die linke Seite im Fünfmeterraum zum Abschluss kam. Torhüterin Corinna Kerl parierte glänzend und auch der Zweitversuch konnte nicht im Tor untergebracht werden. Nach 15 gespielten Minuten konnte ein Angriff der TSV-Offensive über Rechts zunächst nicht konsequent geklärt werden. Der schwache Schuss der Stürmerin glitt Torhüterin Anja Sander durch die Finger und die Gäste gingen mit 1:0 in Führung (13. Minute). Die Gastgeberinnen ließen sich durch den unglücklichen Rückstand nicht unterkriegen und spielten weiter munter nach vorne.

Foto: Stefan Schmidt    Einer der zahlreichen Torschüsse des Post SV (Im Bild: Nina Ruckriegel in rot).

Für die Postlerinnen kamen so Hochkarätige Torchancen zustande, welche jedoch nicht verwertet werden konnten. Im Gegenzug setzten die Mörsdorfer Stürmerinnen die Post-Abwehr immer wieder unter Druck, kamen allerdings nicht mehr zwingend zum Torabschluss. Freistöße aus aussichtsreicher Position von Nina Ruckriegel und Sarah Enßlin brachten ebenso wenig ein, wie sämtliche Bemühungen der Offensivkräfte. Die Abschlüsse von Nina Ruckriegel und Nadin Eichhorn, sowie Clara Bader und Nicole Winkler, die immer wieder gefährlich von außen Richtung TSV-Tor zogen, wurden ein ums andere Mal - teils leichtfertig, teils glücklos - vergeben. Einer derart geballten Offensive der Nürnbergerinnen folgten natürlich auch immer wieder gute Kontermöglichkeiten für die Gäste, vor allem über die starke Torjägerin Sabrina Gerner. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatten die Mörsdorfer Anhänger schon den erneuten Torjubel auf den Lippen, als es im Post-Strafraum turbulent wurde. Torhüterin Sander stellte beim fulminanten Schuss der Gästestürmerin ihre Klasse unter Beweis und parierte mustergültig mit dem ausgestreckten Fuß. Den platzierten Nachschuss konnte die aufmerksame Stefanie Eichenseer vor der Linie klären (45. Minute).

Foto: Stefan Schmidt    Einstimmen auf das Spiel gegen den BOL-Dino TSV Mörsdorf.

Auch nach dem Seitenwechsel gab es keine Veränderung im Spielverlauf. Die Spielrichtung war nach wie vor überwiegend Richtung Gäste-Tor. Die Postlerinnen brachten den unbedingten Willen, das Spiel zu drehen, durch Kampfgeist und Einsatz auf den Platz, jedoch nicht bis ins Tor. Zwei Aluminium-Treffer von Stürmerin Nadin Eichhorn und eine Hand voll Torschüsse, die nur Zentimeter am Gehäuse vorbei schrammten waren zu verzeichnen, ebenso wie diverse Schüsse aus der zweiten Reihe u.a. durch Laura Pollack und Spielführerin Ines Rudel über das Gästetor. Trotz der Dominanz der Heimelf, forderten nadelstichartige Vorstöße die Post-Defensive. Eine leichte Berührung im Laufduell von Stefanie Fröhlich an Gerner wurde zu Recht mit der Gelben Karte geahndet, der folgende Freistoß brachte nichts ein. In der, aufgrund von Behandlungspausen, verhältnismäßig langen Nachspielzeit wurde es nochmal brandgefährlich im Mörsdorfer Strafraum. Die eingewechselte Nadja Fröhlich startete bei Freistoß aus dem Halbfeld - getreten von Rudel - im richtigen Moment an der Strafraumgrenze in Richtung Fünfmeterraum und lupfte den Ball volley knapp über das Lattenkreuz. Unmittelbar darauf scheiterte Fröhlich nach Flanke per Kopfball an der, seit Beginn der zweiten Halbzeit, angeschlagenen Kerl.

Spielinfos unter BFV extern!

Die Mörsdorferinnen nahmen in einem sehr einseitigen Spiel glückliche drei Punkte mit nach Hause und können noch mit Platz 2 liebäugeln. Für den Post SV wurde die Entscheidung vertagt, am Mittwoch treten die Mädels vom Ebensee zum zweiten Matchball beim abstiegsbedrohten FC Altdorf zum Nachholspiel an.

Spvgg Erlangen – TSV Frauenaurach    0:1   (0:1)

Wichtiger Dreier mit letztem Aufgebot

Fast mit dem letzten Aufgebot holten die Damen des TSV Frauenaurach 3 Punkte bei der Spvgg Erlangen. Gerade die Spielerinnen Anke Heidrich und Karina Freudenberger, die in den letzten Spielen kaum zum Einsatz kamen, schalteten ihre Gegenspielerinnen aus und trugen dazu bei, dass in der Defensive die Null wieder stand. In der  1. Halbzeit waren Chancen Mangelware und als alle schon mit dem Pausenpfiff rechneten, erzielte Lisa Buchwald mit einer Volleyabnahme nach einem Eckball das goldene Tor für den TSV Frauenaurach.

Foto: Armin Eich    Lisa Buchwald (TSV Frauenaurach) umringt von Spielerinnen nach ihrem goldenen Tor zum 0 : 1.

In der 50 Minute hatte Alina Mahr die Chance zum 0 : 2, doch Torhüterin Blößl hielt den Ball bravourös. Danach hatte die TSV Damen Glück als nach einer Kombination auf der linken Seite Julia Rzonsa allein vor Torhüterin Berg auftauchte, jedoch den Ball nicht an ihr vorbeibrachte. In der 66. Minute entschärfte Torhüterin Blößl  einen Freistoß von Vogel, der genau unter die Latte gepasst hätte. Die TSV Damen beschränkten sich in der letzten Viertelstunde auf die Defensive und brachten nicht unverdient drei wichtige Punkte im Kampf um den Relegationsplatz mit nach Hause.

Spielinfos unter BFV eyxtern!

 

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