BOL: Post SV mit goldenem Punkt

Foto: Stefan Bartusiak    Mona Bieberich (Nr. 2 in rot) verwandelte souverän den Elfmetereter zum 1:0 für den Post SV

Remis des Klassenprimus / Großenseebach verliert / Brand "heimlicher Verfolger" / Unentschieden im Abstiegsduell

Klassenprimus Post SV Nürnberg kommt über ein 1:1 in Erlangen nicht hinaus. Die Chance den Rückstand zu verkürzen hatte der FSV Großenseebach - liess diese aber bei der 4:1 Niederlage gegen die SpVgg. Greuther Fürth liegen. Nun ist der TSV Brand heimlicher Verfolger des Post SV. Brand konnte mit einem 1:0 Sieg in Altdorf punkten. Mörsdorf brachte drei Punkte aus Ezelsdorf mit (2:3). Der SV Mosbach spielte Unentschieden im Abstiegsduell gegen den TV Dietenhofen. Für beide Teams einfach zu wenig. Frauenaurach nutzte die Chance und schlug den FV Dittenheim mit 2:0.

SpVgg. Erlangen - Post SV Nürnberg   1:1

Am 16. Spieltag der BOL-Saison gastierte Tabellenführer Post SV Nürnberg bei der Spielvereinigung in Erlangen. Das Saisonziel klar vor Augen, gingen die Gäste entschlossen und motiviert ins Spiel.

Die aus der Vorrunde bekannte und zuletzt vermisste Kombinationsfreude der Nürnbergerinnen war wieder klar zu erkennen und wurde entsprechenden den Angaben der Trainerinnen Danja Hofmann und Cornelia Beyer gut umgesetzt. So spielte das Team um Spielführerin Ines Rudel in der ersten Halbzeit einige gute Tormöglichkeiten heraus. In der 7. Minute war es Stürmerin Nina Ruckriegel, welche eine präzise Flanke von der rechten Seite mit dem linken Fuß direkt nahm. Ihr fulminanter Schuss ließ das Netz allerdings nur von außen zappeln. Wenig später kam Außenspielerin Laura Pollack aus 18m zum Abschluss. Der Schuss war jedoch zu harmlos und ging am Tor vorbei (16. Minute).

Foto: Stefan Bartusiak    Freistoss für die "Spieli" (in grün) gegen den Post SV Nürnberg (in rot). Der Ball kann von den Gästen geblockt werden.

Fünf Minuten später erahnte die aufmerksame Ruckriegel einen Fehler der Erlanger Hintermannschaft. Sie eroberte blitzschnell den Ball und spielte überlegt ins Zentrum zu Sturmpartnerin Nadin Eichhorn. Ehe diese zum Abschluss kommen konnte, klärte die kompakt stehende Erlanger Abwehr in letzter Sekunde (21. Minute). Die nächste Aktion gehört erneut den Gästen. Außenspielerin Clara Bader kommt aus 16m von halbrechts zum Abschluss. Allerdings erneut zu harmlos um Erlangens starke Torhüterin Marlen Weise zu überwinden. Nach gut einer halben Stunde konnte erneut Bader im Strafraum nur durch ein Foul vom Ball getrennt werden. Torhüterin Weise wurde für ihr Einsteigen außerhalb des Fünfmeterraums mit der gelben Karte verwarnt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Linksverteidigerin Mona Bieberich souverän zur 1:0-Führung (33. Minuten). In der Folge konnten die Gäste zahlreiche Möglichkeiten aus Standards sowie gute Abschlüsse der Offensivkräfte nicht im Tor unterbringen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Nürnbergerinnen erneut Druck auf das Tor der Gastgeberinnen. Bader setzte sich auf Außen durch, bediente Ruckriegel im Zentrum. Erneut ist Weise zur Stelle (46. Minute). Die Postlerinnen gaben nun das Spiel etwas aus der Hand und konnten an die gute erste Halbzeit nicht anknüpfen. Durch unsauberes Passspiel, zu wenig Konzentration und Konsequenz, sowie nachlassende Kräfte machten die Gäste die Spielvereinigung nochmal stark und ließen sich in die eigene Hälfte drängen. Nach einer Stunde fiel der zu erwartende Ausgleich (60. Minute). Der Nürnberger Hintermannschaft fehlte die Zuordnung, so kam Susi Kolb aus 18m unbedrängt zum Schuss. PSV-Torhüterin Anja Sander konnte den platzierten Schuss parieren, den Abpraller spielte eine durchgelaufene Erlangerin überlegt auf die im Fünfmeterraum freistehende Torschützin. In der nächsten Aktion hatte Pollack den erneuten Führungstreffer auf dem Fuß, als sie im Laufduell gegen die Erlanger Abwehrspielerin Stand hielt. Nur noch 10m vor dem Tor warteten die Nürnberger Anhänger - den Torjubel schon auf den Lippen - vergeblich auf den Torabschluss. So konnte die herauslaufende Torhüterin den Ball klären (61. Minute).

Foto: Stefan Bartusiak      Nadin Eichhorn beim Torabschluss, aber die Erlanger Torfrau kann Parieren.

Einige Zeit später spielten sich die Gäste durch ein einfaches Doppelpassspiel erneut eine Möglichkeit für Eichhorn heraus, welche von der Erlanger Abwehr vereitelt wurde (78. Minute). Auch nach drei Wechseln und damit verbundenen Rotationen im Konstrukt der Postlerinnen fanden die Gäste nicht wieder zurück in ihr Spiel. Individuelle Unsicherheit in der Abwehrkette luden die Spielvereinigung immer wieder zu Möglichkeiten ein, was teilweise nur mit regelwidrigen Mitteln unterbunden werden konnte. So ahndete Schiedsrichter Albrecht Werner ein Foul unmittelbar vor der Strafraumgrenze von Innenverteidigerin Sarah Enßlin an der Stürmerin der Spielvereinigung mit einer gelben Karte. Der darauffolgende Freistoß wurde von der Mauer geblockt und konnte geklärt werden (82. Minute). Eine weitere Erlanger Torchance nach Fehler von Enßlin im Aufbauspiel konnte Innenverteidigerin Stefanie Fröhlich rechtzeitig verhindern (88. Minute). Der souveräne Schiedsrichter pfiff die Partie mit einem gerechten 1:1-Unentschieden ab.

Spielinfos unter BFV extern!

Für den Post SV Nürnberg bedeutet dieses Remis den dritten Punktverlust in der laufenden Saison. Nun gilt es, Fehler abzustellen und die Konzentration auf das am Mittwoch stattfindende Pokal-Viertelfinale, vor allem aber auf das Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth in der Liga am kommenden Sonntag auf heimischem Rasen zu richten.

FC Ezelsdorf - TSV Mörsdorf   2:3

Derbysieg 3:2 in Ezelsdorf

Am Freitag Abend gelang den Damen des TSV Mörsdorf ein 3:2 Sieg beim FC Ezelsdorf, man kann nur sagen, alle die dieses Spiel nicht gesehen haben sind "selber schuld, da habt ihr echt was verpasst"!!! Dieses Spiel hatte es wirklich in sich, Führung, Rückstand und dann noch der Doppelschlag, der am Ende zum Sieg führte.

Der erste Aufreger war allerdings wieder vor dem Spiel. Diskussionen um gewisse Kleiderordnungen führten dazu, dass der Anpfiff erst um 19:45 Uhr ertönte. War hier die Regelauslegung noch sehr kleinlich, wurde diese im Spiel doch recht großzügig gesehen. Es war kein unfaires Spiel, aber viele Fouls an den Gästen wurden einfach nicht gepfiffen und so entwickelte sich doch ein sehr robustes Spiel. Mit dem Wind im Rücken suchte der FC immer wieder den Abschluss, es wurde wirklich aus allen Lagen geschossen. Die Bälle gingen zwar alle am Tor vorbei, trotzdem ging der Start an die Ezelsdorferinnen. In den entscheidenen Situationen konnte Mörsdorf klären, die Abwehr stand sicher. Nach vorne ging es noch nicht so richtig. Der TSV lief immer wieder in die Ezelsdorfer Abseitsfalle. Nach den ersten zwanzig Minuten kommt Mörsdorf dann besser ins Spiel. Das Team zeigte schon in dieser Phase läuferisch eine exellente Leistung und so kamen die Gäste auch wieder besser ins Spiel.

In der 26. Minute fällt das erste Tor - Sabrina Gerner setzt sich auf der linken Seite durch, sprich, sie lässt 5 Abwehrspielerinnen keine Chance, dann der perfekte Pass in die Mitte, Anja Bähr verwandelte die Vorlage halbhoch an der Torfrau vorbei zum 0:1. Das Spiel ging nun hin und her, Ezelsdorf versuchte es oft über den Flügel. Auch hier tobte ein entscheidentes Duell - Julia Halbritter hatte es mit der wirklich sehr starken Emma Ring zu tun. Fast immer ging sie als Sieger aus den Zweikämpfen hervor. Auch wenn in dieser Phase wenig Möglichkeiten entstanden, lieferten sich beide Teams ein Spiel auf Augenhöhe, mit sehr viel Tempo und Leidenschaft. Es wurde auf beiden Seiten um jeden Zentimeter gekämpft. Das Ziel war klar, jetzt mit dem Wind im Rücken, weiter mit Tempo nach vorne spielen und so evtl. das zweite Tor zu erzielen. Dann wechselte der FC seine Spielertrainerin ein und versuchte so mit mehr Tempo den Ausgleich zu erzielen. Trotzdem hatte der TSV nach einem Eckball die große Möglichkeit zum 2:0, Ecke Tina-Kopfball Verena - ein Erfolgsrezept dieser Rückrunde, am Fünfer kommt sie frei an den Ball - sie erwischt ihn nicht richtig und der Ball geht am Tor vorbei, normalerweise macht sie diese Chancen rein.

Foto: TSV Mörsdorf

Dann kamm der FC Ezelsdorf auf - ein schneller Angriff übers Zentrum, den Schuss kann Corinna Kerl noch glänzend halten, aber gegen den Nachschuss ist sie machtlos. Da hat der Gast nach der Parade von Corinna nicht aufgepasst, so fällt der Ausgleich in der 57. Minute. Und es kommt noch schlimmer. Nur drei Minuten später Eckball für Ezelsdorf, in der Mitte unterläuft die TSV-Abwehr den Ball und so fällt er der FC Stürmerin buchstäblich auf den Fuß und von dort ins Tor zum 2:1 in der 60.Minute. In den folgenden 10 Minuten versäumt es Ezelsdorf den Sack zuzumachen, der Doppelschlag zeigte seine Wirkung. Bei einem Konter in Überzahl spielen die Gastgeberinnen den letzten Pass nicht gut - so steht die FC Stürmerin im Abseits. Bei einem Schuss von der Strafraumgrenze kann Corinna Kerl glänzend abwehren - da hatte Mörsdorf schon Glück. Die Gäste erholten sich wieder und steckten nie auf. In der 72. Minute: Pass auf Anja Bähr, die wird im Strafraum klar gefoult, kein Pfiff, es geht noch weiter, der Ball kommt zu Verena Klebl, die geht an der Torfrau vorbei und wird wieder klar gefoult, aber auch hier geht es einfach weiter, Mörsdorf kommen sogar noch zum dritten mal an den Ball. Doch dieser Schuss kann die FC-Torfrau dann halten.

Nach einem wirklich harten Einsteigen muss Tina Würdemann verletzt vom Platz, Theresa Brandl kam ins Spiel und Yvonne Regnet rückte ins Mittelfeld. Ezelsdorf ist weiterhin gefährlich, aber Mörsdorf gab nicht auf und versucht trotz dieser letzten negativen Ereignisse alles. Es folgte die turbolente Schlussphase - wieder ist es Sabrina Gerner, die sich auf der rechten Seite durchsetzte, im Strafraum wird sie dann klar gefoult und es gibt Strafstoß. Yvonne Regnet verwandelt sicher links, zum umjubelten 2:2 in der 83. Minute. Und es kommt noch besser - Annalena Schmid geht vorne weiterhin drauf, ihr Pressing hat Erfolg, sie nimmt der FC-Abwehrspielerin den Ball ab und läuft aufs Tor, sie spielt die Torfrau aus und verwandelt zum 3:2 in der 84.Minute. Jetzt kannte der Jubel keine Grenzen. Jetzt war natürlich klar, dass Ezelsdorf nochmal alles nach vorne schmeissen würde um zumindest noch einen Punkt zu holen. Aber dieses mal liesen sich die TSV-Mädels nicht mehr überwinden, mit wirklich letzten Kräften wurde dieser Sieg gesichert. Abpfiff und großer großer Jubel bei den glücklichen Gästen.

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Ein wirklich turbolentes Spiel. Alles war dabei, unser Team hat sich mit einer tollen Moral diesen Sieg geholt. Natürlich hatten wir in der Phase nach dem 1:2 etwas Glück, aber Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige. Eine wirklich tolle Leistung, ich glaube heute können wir mal wirklich Stolz auf uns sein.  

TSV Frauenaurach – FV Dittenheim   2:0   (1:0)

Wichtige 3 Punkte im Kampf gegen den Abstieg

Foto: Armin Eich    Nilüfer Kaya (weiss)  umringt von Spielerinnen des FV Dittenheim (schwarz).

Es  dauerte bis zur 15. Minute bis TSV Stürmerin Alina Mahr die Dittenheimer Torhüterin zuerst mit einem Schuss, kurze Zeit später mit einem Kopfball prüfte. Die nächste Chance hatte Vanessa Gumprecht in der 30. Minute, doch der Schuss verfehlte das Tor knapp. In der 45. Minute bediente Vanessa Gumprecht ihre Sturmpartnerin Alina Mahr optimal und es hieß 1 : 0 für den TSV Frauenaurach.

Foto: Armin Eich    Alina Mahr (weiß) - Torschützin des 1:0 für den TSV Frauenaurach.

Die Gäste hatten in der 1. Halbzeit gegen die von Laura Vogel hervorragend organisiert Abwehr nicht eine Torchance. Dittenheims erste Chance in der 60. Minute wurde von Torhüterin Berg gehalten. In der 64. Minute erzielte Katharina Gumbrecht nach einer Kaya – Vorlage das 2 : 0. Ein Schuss von Lisa Schreiber konnte die Dittenheimer Torhüterin  in der 66. Minute entschärfen. Außer einem Kopfball in der 83. Minute hatten die  Dittenheimer Damen keine Chancen mehr und der TSV Frauenaurach holte an diesem Sonntag verdient die 3 Punkte.

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TSV Frauenaurach: Berg, Gumbrecht , Mandt, Joost, Weiß (75. Seeberger), Mahr, Buchwald, Vogel, Schreiber (75. Weißenfels) Gumprecht (87. Bauer), Kaya (87. Heidrich).

1. FC Altdorf - TSV Brand    0:1  (0:1)

Die Serie des TSV Brand hält an. Mit einem 1:0 Erfolg beim FC Altdorf sicherten sich die Schützlinge von Trainer Manuel Karger den vierten Sieg in Folge.

Die Branderinnen wollten einiges gut zu machen, riefen sie in der vergangenen Partie doch nicht ihre bestmögliche Leistung ab. Jedoch begann der TSV die Partie nervös. Nachdem sie in den Anfangsminuten einige brenzlige Situationen zu überstehen hatten, kamen die TSV Damen immer besser ins Spiel. Vor allem über die Außenbahnen  stießen die Branderinnen gefährlich vor das Tor des Gastgebers. Nur der letzte Pass vor dem Tor konnte durch den FC mehrmals in letzter Sekunde verhindert werden. Zu ihren Chancen kam der TSV aber dennoch. Und so war es Nicole März in der 44. Minute, die sich nach einer kurz aufgeführten Ecke von Heidi Karger, gegen drei FC Abwehrspielerinnen durchsetzte und das 1:0 für den TSV erzielte.

Nach dem Seitenwechsel kontrollierte der TSV das Spiel von der ersten Minute an. Sie setzen den Gastgeber nun früher unter Druck  und zwangen sie zu Fehlern.  Brand erarbeitete sich gute Torchancen, die jedoch zu leicht vergeben wurden.  Altdorf seinerseits kam noch zu einigen Entlastungsangriffen. Diese konnten sie jedoch nicht zum Torabschluss ausspielen, da die Brander Hintermannschaft sehr präsent war und immer ein Gegenmittel gegen die herannahenden Stürmerinnen fand.

Verdient nehmen die Branderinnen die drei Punkte aus Altdorf mit nach Hause. Nun gilt es am kommenden Wochenende auf heimischem Gelände gegen den SV Mosbach das schlechteste Ergebnis der Hinrunde gut zumachen.

1.FC Altdorf: Jessica Klemm, Christina Endres, Nadine Kanz, Sabrina Fischer, Melanie Distler, Debora Menzel, Sandra Bellmann, Viola Schmidt, Sabine Walter. Annika Hendel, Franziska Ellmer, Britta Baumgartl / Trainerin: Daniela Seitzinger

TSV Brand: Tatjana Auterhoff, Jo Angelina Gehre (25.Min Jana Häfner), Julia Weber, Jessica Miess, Antonia Hartmann, Heidi Karger, Vanessa Kraus (80.Min Diana Müller), Daniela Puscha, Jonna Gehre, Evi Schlagenhaufer (68. Min Daniela Drummer), Nicole März, Manuela Schmidt / Trainer Manuel Karger

 

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