BZN: Losaurach besiegt Spitzenreiter

Vier Teams mit sieben Punkte

In der Bezirksliga Nord geht es an der Tabellenspitze eng zu. Der bisherige Spitzenreiter FC Großdechsendorf verliert überraschend mit 4-1 in Losaurach. Beim SV Losaurach ist der Knoten endlich geplatzt. Die Spielerinnen des SC Gremsdorf hätten nach dem Spiel bestimmt nicht an die Tabellenführung geglaubt, spielten sie doch "nur" 3-3 beim TSV Brand.

SV Losaurach  – FC Großdechsendorf  4-1  (1-1)

Die nur zu zehnt angereisten Tabellenführerinnen aus Großdechsendorf gingen bereits nach drei Minuten nach einem Eckball, durch Unstimmigkeiten in der Losauracher Abwehr, in Führung. In der 28. Minute zog Kerstin Kempf von halb rechts aus 20 Meter ab und stellte den 1-1 Pausenstand her. Nach Wiederanpfiff kamen die Gastgeberinnen immer besser ins Spiel und Franziska Clemens versenkte eine von Melanie Thomas getretene Ecke im Netz. Sechs Minuten später war es Svenja Hofmockel, die einen Abpraller vom Torwart zum 3-1 ausnutzte. Kurz vor Schluss konnte Sina Endner den verdienten Sieg mit Ihrem Treffer noch besiegeln. Schiedsrichter Wolfgang Müllerke, SV Neuhof leitete die in manchen Phasen hitzige Partie souverän.

Torfolge: 0-1, 3. Minute, Sabine Leipold; 1-1, 28. Minute, Kerstin Kempf; 2-1, 50. Minute, Franziska Clemens; 3-1, 56. Minute, Svenja Hofmockel; 4-1, 90. Minute, Sina Endner

Besondere Vorkommnisse: 44. Minute gelbe Karte w/ Meckern für Michaela Dierke (FC Großdechsendorf); 83. Minute gelbe Karte w/ Meckern für Stefanie Eck (FC Großdechsendorf)

Schiedsrichter: Wolfgang Müllerke

Foto: HP TSV Brand   Spitze! 6 Tore im kurzweiligen Bezirksligaspiel zwischen TSV Brand und SC Gremsdorf.

TSV Brand - SC Gremsdorf   3-3   (1-2)

Verrücktes Spiel endet 3:3 - zwei Tore in den letzten zwei Spielminuten!

Vom Anpfiff weg entwickelte sich ein munteres Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Nach etwa 12 Minuten erzielte Katharina Straßner aus gut 20 Metern den Führungstreffer für den TSV: Sie hämmerte den Ball an der zu weit vor dem Tor stehenden Torhüterin vorbei ins Gehäuse. Die Gremsdorferinnen ließen das nicht auf sich sitzen und verstärkten ihre Angriffsbemühungen. So hatten die Branderinnen Glück, als Schmitt nach einem Solo durch die Brander Abwehrreihen zu genau zielte und dabei aus halblinker Position nur die Latte traf. Doch kurz darauf fiel der fällige Ausgleichstreffer: Nach einer Ecke der Gäste, die scharf vor das Tor gezogen wurde, reagierte die Gästespielerin am schnellsten und schob aus etwa drei Metern ein. Das Spiel war nun wieder völlig offen. Erneut half das Aluminium den Branderinnen, als eine Spielerin der Gremsdorferinnen nach einer Müller-Flanke unbedrängt auf das Tor köpfen konnte, hier aber ebenfalls nur die Latte traf. Auch Denise Müller scheiterte nach schönem Alleingang allein vor der Brandertorhüterin an den eigenen Nerven. Die Branderinnen nahmen diese Warnschüsse wahr und kurbelten das eigene Offensivspiel wieder an. So wurde Nicole März auf die Reise geschickt, die kurz vor der Strafraumgrenze rüde von den Beinen geholt wurde; der Schiedsrichter zeigte für diese klare Notbremse allerdings nur gelb. Im Gegenzug erzielte Schmitt den Führungstreffer für die Gremsdorferinnen nach einem Missverständnis in der Brander Abwehr.
Nach der Halbzeit versuchte Brand, das Ergebnis noch zu drehen, die Offensivaktionen wurden energischer. So wurden die heimischen Spielerinnen und Zuschauer in der 60. Minute mit dem Ausgleich belohnt: Beim Abwehrversuch eines hohen Balles im Strafraum prallten Torhüterin und Verteidigerin der Gäste zusammen, Ronja Rauh war Nutznießerin und schob den Ball aus gut 16 Metern ein. Der Treffer gab Brand nochmals einen Aufschwung und man versuchte nun, sogar den Führungstreffer zu erzielen. Glück hatte man dann ernuet beim Konter der Gäste: Erneut Schmitt war der Pechvogel, als sie nach einem Alleingang den Ball rechts neben das Tor setzte. So folgte in der 89. Minute tatsächlich die 3:2-Führung für den TSV durch Martina Pantzagias. Der Jubel währte allerdings nicht lange: Direkt vom Anstoß weg startete Gremsdorf einen Angriff über Litz, die sich auf der linken Seite bis zum Strafraum durchtankte. Ihre Hereingabe fand Denise Müller, die trocken verwandelte. So fielen innerhalb von einer Minute zwei Treffer und erneut sah man gegen Gremsdorf eine Partie der kuriosen Art mit einem fast schon standardmäßigen Ergebnis.
Letztlich konnte man auf beiden Seiten mit dem Punkt leben, vor allem hinsichtlich der sicheren Chancen der Gremsdorferinnen in der ersten Hälfte. Doch auch für Brand hätte die Partie anders verlaufen können, hätte der Schiedsrichter die Notbremse korrekterweise mit einer roten Karte geahndet und hätte man aber der 30. Minute in Überzahl gespielt.

Aufstellung TSV Brand: Anja Lösel, Nadine Dorsch, Tamara Gack, Elena Schroff, Steffi Schwitalla, Christina Schumm, Martina Pantzagias, Carina Ebenhack (81. Lisa Hristschenko), Nicole März, Ronja Rauh (65. Jonna Gehre), Katharina Straßner

Torfolge: 1-0 Katharina Straßner (12.), 1-1 V. Müller (24.), 1-2 Schmitt (38.), 2-2 Ronja Rauh (60.), 3-2 Martina Pantzagias (89.), 3-3 D. Müller (90.)

Schiedsrichter: Harald Heißenstein

Ferner spielten:

FC Pegnitz - SV Auerbach  2-1

Post SV Nürnberg II. - SpVgg. Erlangen  0-1

1. FC Schnaittach - SpVgg. Greuther Fürth II.  2-2


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