BZN: Enge Kiste

Meisterschaft und Abstieg hart umkämpft

Es sind immer noch vier Anwärter auf den Titel in der Bezirkliga Nord im Rennen. Der TSV Brand, der SV Auerbach, die SpVgg. Erlangen und der SC Gremsdorf gewinnen ihre Spiele. Da die Tabelle noch ein wenig "Schiefstand" hat, müssen erst alle Nachholspiele gespielt sein um ein klares Bild zu erhalten. HEUTE findet das TOP-Spiel in Gremsdorf statt. Der TSV Brand ist zu Gast, Anstoss 19.30 Uhr. Klarer geht es schon am Ende der Tabelle zu. Lange hatte der FC Schnaittach die "rote Laterne", doch aufgeben kannten die Frauen des FC nicht. Nun haben sie die Abstiegsränge mit einem 4-3 Sieg gegen Post SV II. verlassen. Schlechte Karten indes haben die Frauen des SC Germania Nürnberg. Sie stehen nun auf den Abstiegsplatz -  kann Germania am Samstag in Gremsdorf gewinnen und den Abstieg noch verhindern?

SC Germania Nürnberg - SpVgg Erlangen 0-5  (0-2)

Am vorletzten Spieltag der Beziksliga Nord gab es in Schniegling, trotz tollem Fussballwetter, nur lange Gesichter. Der SC Germania Nürnberg verpasste die Chance noch rettende Punkte gegen die SpVgg Erlangen zu holen und verlor das Spiel deutlich mit 0-5.
Die Damen des SCG konnten dem Druck der SpVgg Erlangen nur bis zur 14. Minute standhalten, in der das 0-1 fiel. Nach einem Stellungsfehler der SCG-Abwehr kam die Stürmerin der Erlangerinnen frei zum Schuss und konnte sicher einnetzen. Eine viertel Stunde später (31.Min.) dann schon das 0-2, nachdem sich die SpVgg durch eine gute Passkombination frei vors Tor spielte und sich die Halbzeitführung sichern konnte.

Foto: Kerstin Weidt   Nah an der Frau waren die Spielerinnen des SC Germania Nürnberg nicht immer, daher konnte die SpVgg. Erlangen auch fünf Tore in Schniegling erzielen.

Die Damen des SC Germania Nürnberg versuchten in der Halbzeitpause nochmal allen Mut zu sammeln um vielleicht doch noch einen Punkt im Abstiegskampf zu holen. In der 52. Spielminute wurde dem Vorhaben jedoch ein Strich durch die Rechnung gemacht, als die SpVgg auf 0-3 erhöhte. Nun kam, wie so oft im Abstiegskampf, auch noch Pech dazu. Die deutlich im Abseits stehende Angreiferin der SpVgg Erlangen schoss in der 78. Minute das Tor zum 0-4.

Foto: Kerstin Weidt   Hier startet Silke Kratzer (Nr. 3 SC Germania) einen Vorstoss in Richtung Erlanger Tor. Ein Erfolgserlebnis blieb der Heimmannschaft allerdings verwehrt.

Das sollte es allerdings noch nicht gewesen sein. Knappe 10 Minuten vor Abpfiff konnte die Stürmerin der Gastmannschaft nach einem Abpraller die Kugel ungehindert in die Maschen schießen und machte den Sack mit einem 0-5 Endstand zu.

Die Damen des SC Germania Nürnberg haben somit ihren einen Punkt Vorsprung vor dem FC Schnaittach verspielt, stehen aktuell mit zwei Punkten hinter dem FC Schnaittach und müssen am kommenden Samstag in Gremsdorf unbedingt gewinnen.

SC Germania Nürnberg: Lehmann, Renner, Kratzer, Mässner, Hoh, Frank (60.Ringwald), Weise, Schuh (81.Lamperter), Volland (40.Starke), Forberg, Lugoli

FC Pegnitz II. - TSV Brand 0-5 (0-3)

Brand weiter auf Erfolgskurs!

Bei der Landesligareserve des FC Pegnitz überzeugten die Branderinnen erneut und gefielen durch spielerische Stärke. Am Ende sprang ein 5:0-Sieg für die Branderinnen heraus.
Die Partie startete verhalten, auf beiden Seiten wirkten die Spielerinnen noch nicht ganz konzentriert und auch die Ordnung war noch nicht gefunden. Es dauerte bis zur 19. Minute, ehe der erste Treffer der Partie fiel: Carina Ebenhack nahm sich am Sechzehner ein Herz und zog trocken ab. Der Schuss landete unhaltbar im rechten Tordreieck. Der Führungstreffer wirkte befreiend auf die Gäste, so dass die spielerische Leistung deutlich zunahm und weitere Chancen erspielt werden konnten. In der 28. Minute baute Brand endlich die Führung aus: Sandra Benesch erlief sich einen schlecht gespielten Pass aus der Pegnitzer Abwehr, machte sich allein auf den Weg Richtung Tor und schlenzte den Ball gekonnt an der herauseilenden Torhüterin vorbei in die Maschen. Kurz darauf hielt man auf Seiten der Gäste den Atem an, als Torhüterin Güßregen einen Rückpass mit der Hand aufnahm. Den Freistoß im Sechzehner setzte die Pegnitzer Spielerin allerdings weit über das Gehäuse. Carina Ebenhack markierte kurz vor der Halbzeit das 3:0 nach einem selbst eingeleiteten Angriff: Ihr Pass auf Nicole März wurde auf Jonna Gehre weitergeleitet, die sich auf der linken Bahn durchsetzte und mustergültig auf die mitgelaufene Ebenhack zurücklegte.
Nach der Halbzeit versuchte Pegnitz nochmals, sich gegen die Gäste aus Brand und die drohende Niederlage zu stämmen, doch Brand hielt dagegen und erspielte sich Chance um Chance. Bereits in der 55. Minute konnte Nicole März nach feinem Pass in die Gasse der eingewechselten Lisa Hristschenko auf 4:0 erhöhen. Den Treffer zum 5:0-Endstand erzielte Hristschenko selbst: Sandra Benesch wurde im Strafraum zu Fall gebracht. Die eingewechselte Mano Schmidt legte sich den Ball zurecht, zielte allerdings zu genau. Hristschenko reagierte am schnellsten und drückte den vom Pfosten ins Feld zurück prallende Ball über die Linie.

TSV Brand: Miriam Güßregen, Nadine Dorsch (46. Tamara Gack), Elena Schroff, Christina Schumm (61. Mano Schmidt), Linda Seufert, Steffi Schwitalla, Jonna Gehre (46. Lisa Hristschenko), Carina Ebenhack, Nicole März, Martina Pantzagias, Sandra Benesch

Torfolge: 0:1 Carina Ebenhack (19.), 0:2 Sandra Benesch (28.), 0:3 Carina Ebenhack (39.), 0:4 Nicole März (55.), 0:5 Lisa Hristschenko (85.)

SpVgg Greuther Fürth 1903 II - SC Gremsdorf Bixn   2-3  (0-0)

Wichtiger Auswärtssieg

Zum schweren Auswärtsspiel bei der Zweiten der SpVgg Greuther Fürth waren die Bixn am Wochenende angetreten und es war eine hart umkämpfte Partie - wie zu erwartet.

Wie in den letzten Wochen auch hatte die SpVgg nur wenige Spielerinnen zur Verfügung, was aber die Kampfkraft nur unwesentlich schmälerte. Aber auch der SCG ging mit angeschlagenen Spielerinnen in die Partie und mußte den etatmäßigen Ersatztorwart als potentielle Feldspielerin aufbieten. Dementsprechend mußten die Gremsdorferinnen von Anfang an dagegen halten um bestehen zu können. Die erste richtig gute Möglichkeit hatten dann auch die Bixn, als Denise Müller einen Paß aus dem Mittelfeld aufnahm, direkt über ihre Gegenspielerin lupfte und in Richtung des Fürther Tores enteilte. Die starke Torhüterin Fink aber brachte noch ihre Hand an den Heber von Müller und lenkte den Ball am Kasten vorbei. In der Folge war die Begegnung weitestgehend ausgeglichen, wobei die Bixn den Gastgeberinnen das Mittelfeld ein wenig zu sehr überließen. Außer einem von Birgit Pflügner gehaltenen Freistoß konnten die Fürtherinnen allerdings auch nicht mehr Chancen als die Bixn vorweisen. So ging es mit einem 0:0 in die Halbzeit.

Nach der Pause überschlugen sich regelrecht die Ereignisse und innerhalb einer Viertelstunde stand das spätere Endergebnis fest. Zunächst ließen die Bixn in der 52. Minute die Fürther Stürmerin Carolin Adlung mehr oder weniger ungehindert durch die Mittelzone spazieren, worauf diese einen plazierten Schuß aus etwa 18 Metern anbringen konnte, der, leicht abgefälscht, im langen Eck landete. Doch die Antwort der Bixn ließ nicht lange auf sich warten. In der nun folgenden stärksten Phase des Spiels zeigte sich einmal mehr der Kampfgeist des SCG. Durch eine Umstellung im Mittelfeld mit Hereinnahme von Jessica Spangel-Bucklisch und mit erheblich mehr Druck nach vorne brachte man die Fürther Abwehr ins Schwitzen.
Denise Müller nahm in der 59. Minute einen Paß von Verena Oeser auf, umspielte auf halbrechts noch zwei Gegnerinnen und versenkte das Leder im langen Eck. Und sofort ging es weiter. Nur zwei Minuten später erreichte ein zu kurz geratener Klärungsversuch die aufgerückte Judith Utzmann, die direkt aus 20 Metern abzog und die Führung markierte, als der Ball unter der Latte einschlug. Das war ihr erstes Feldtor für die Bixn, was ihr aufgrund der bisher tollen Saisonleistung mehr als zu gönnen ist. Fürth war nun ein wenig von der Rolle, was in der nächsten Aktion Bestätigung fand. Denise Müller tankte sich nur eine Minute nach dem 2:1 durch die Abwehr und wurde durch ein Foul im Sechzehner gestoppt. Folgerichtig entschied der Schiedsrichterauf Elfmeter, den Müller selbst sicher verwandelte.

Die Kleeblätterinnen aber gaben sich nicht auf und in der 65. Minute konnten sie plötzlich wieder verkürzen. Erneut Carolin Adlung traf für Fürth, als sie einen Freistoß aus 16 Metern im Bixn-Gehäuse unterbrachte. Jetzt war das Spiel sehr spannend, jedoch hatten sich beide Teams wieder soweit gefangen bzw. im Griff, daß bis zum Schlußpfiff kaum noch wirklich gefährliche Chancen zu sehen waren. Gremsdorf drückte zwar immer wieder auf das Fürther Tor, aber man rannte sich oft unnötig in der Viererkette fest. Lediglich Denise Müller konnte noch einmal durchbrechen, doch die Keeperin der SpVgg vereitelte mit Geschick das 2:4.

Zuschauer: 30
Schiedsrichter: Borys Volchemboym (VfL Nürnberg 1949)

SpVgg.: Lisa Fink -- Theresa Huber (43. Tugba Ugurlu), Janin Müller, Kathrin Krämer, Jasmin Laigre, Susanne Kolb, Melanie Schwandner, Lena Meyer, Carolin Adlung, Nina Sonberger, Lena Bieber

SCG-Bixn: Birgit Pflügner -- Verena Oeser, Diana Nagel-Marr (52. Jessica Spangel-Bucklisch), Maj-Britt Groppe, Tina Pflügner, Judith Utzmann, Jennifer Schmitt (74. Janina Knoll), Nicole Mönius, Kathrin Litz, Yvonne Schoebel, Denise Müller / weitere Spielerinnen (nicht eingesetzt) - Jennifer Grasser

1:0 Carolin Adlung (52.), 1:1 Denise Müller (59.), 1:2 Judith Utzmann (61.), 1:3 Denise Müller (62. Foulelfmeter), 2:3 Carolin Adlung (65.)

TSV Brand - 1. FC Großdechsendorf   3-1 (2-1)  Spiel vom 09.05.

Brand bleibt der "Spieli" auf den Fersen

Mit einem 3:1-Sieg im Nachholspiel gegen den 1. FC Großdechsendorf rücken die Brander Fußballerinnen auf Platz 2 und bleiben der "Spieli" dicht auf den Fersen.
Bei schönem Fußballwetter begannen die Branderinnen konzentriert und hatten vom Anstoß an mehr vom Spiel. Vor allem über die Außenbahnen wurden die Angriffe stets gefährlich. Ein eben solcher Angriff führte in der 13. Minute zum Führungstreffer: Nach starker Kombination über drei Stationen fand eine Flanke von links die aufgerückte Martina Pantzagias, die am Sechzehner abzog. Die reaktionsstarke Gästetorhüterin konnte den Ball noch abwehren, so dass Lisa Hristschenko Nutznießerin war und zum 1:0 aus kurzer Distanz einschoss. Beim ersten gefährlichen Angriff der Gäste erzielten diese nur drei Minuten später gleich den Ausgleichstreffer: Nach einigen Unachtsamkeiten kam Leipold am Strafraum unbedrängt zum Schuss, welcher unter der Latte einschlug. Danach rollte Angriff um Angriff auf das Dechsendorfer Gehäuse, wobei der Abschluss nicht zwingend genug war. Erst kurz vor der Halbzeit fiel der fällige Führungstreffer, als sich eine Flanke von Carina Ebenhack von links direkt über die Torhüterin hinweg ins lange Eck senkte.
Nach der Halbzeit wurde die Partie hektisch, Dechsendorf legte das Augenmerk auf die Offensive, lief dabei aber immer wieder in Konter über die schnellen Brander Offensivkräfte, die jedoch die besten Chancen vor dem Gästetor vergaben. In dieser Phase hätte Brand das Spiel bereits entscheiden können oder eher müssen, die Chancenauswertung war jedoch einmal mehr mangelhaft. Man kämpfte aber aufopferungsvoll gegen die wütenden Vorstöße der Gäste an und dieser Kampfgeist wurde letztlich belohnt: Nach einem weiten Pass von Libera Seufert auf die pfeilschnelle Nicole März machte diese sich auf der rechten Bahn auf die Reise und legte den Ball mustergültig auf Sturmpartnerin Hristschenko quer, die in dieser Situation nicht so viel Pech im Torabschluss hatte wie zuvor und den Ball in die Maschen beförderte. Dies bedeutete den an den Chancen und dem Kampfgeist gemessen verdienten Sieg für die Gastgeberinnen, die mit diesen drei Punkten auf Platz 2 vorrücken.

TSV Brand: Miriam Güßregen, Nadine Dorsch, Elena Schroff, Christina Schumm (62. Steffi Schwitalla), Linda Seufert, Jonna Gehre, Martina Pantzagias (54. Sandra Merkel), Carina Ebenhack (79. Tamara Gack), Nicole März, Daniela Drummer, Lisa Hristschenko

Tore: 1:0 Lisa Hristschenko (13.), 1:1 Leipold (16.), 2:1 Carina Ebenhack (39.), 3:1 Lisa Hristschenko (89.)

Foto: TSV Brand   Gut lachen haben die Frauen des TSV Brand. In der Tabelle haben sie eine gute Ausgangsposition. Heute um 19.30 Uhr steht das schwere TOP-Spiel in Gremsdorf an. Am Samstag um 16 Uhr ist der sichere Absteiger, der SV Losaurach, zu Gast.


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