BZN: Auerbach bleibt dran

Auerbacher Sieg im Spitzenspiel gegen die Spieli

Der SV Auerbach spricht nun auch ein Wort um die Vergabe der Meisterschaft un den Aufstieg in die Bezirksoberliga mit. Wie bereits berichtet können vier Mannschaften den Titel einfahren. Letztes Wochenende, im Spitzenspiel in Auerbach, konnte der SV die Gäste der SpVgg. Erlangen mit 2-1 besiegen. Aktuell trennten sich Gremsdorf und Auerbach mit 1-1 unentschieden. Die SpVgg. Erlangen gewinnt gegen die seit Wochen schwächelnde SpVgg. Greuther Fürth II. mit 4-1! Der SC Germania Nürnberg trotzt dem TSV Brand einen Punkt, beim 2-2 ab. Schnaittach landet einen 3-2 Pflichtsieg gegen Losaurach.

SV 08 Auerbach - SpVgg. Erlangen   2-1   (vom Sa. 28.04.)

Das SV 08-Frauenteam konnte auch gegen den Tabellenführer SpVgg Erlangen gewinnen und die makellose Heimbilanz weiter aufbessern. Allerdings kann der 2:1 Sieg einzig und allein mit einem Adjektiv beschrieben werden: Glücklich!
Das prognostizierte Spitzenspiel hielt viele Versprechungen, aber nicht alle. Tolles Wetter, ein dramatischer Spielverlauf, ein guter Schiedsrichter und eine Gastmannschaft, die ihren fußballerischen Ansprüchen und auch ihrem Tabellenplatz vollauf gerecht wurde. Was fehlte war eine gute Leistung der Blau-Weissen, die war nämlich vor allem im ersten Durchgang unterirdisch. Erlangen stellte über die komplette Spielzeit das spiel- und laufstärkere Team, scheiterte aber letztlich an einer kläglichen Chancenverwertung. Die einzigen Offensivszenen der Auerbacher Kickerinnen in der ersten Hälfte sind schnell abgehandelt. In der 12. Minute traf Tina Schwendner, die trotz einer Knieverletzung noch zu den Aktivposten gehörte, nur die Latte, eine Minute später klärte Gäste-Torhüterin Kümmel gegen Aki Jones. Der Rest der ersten Hälfte war ein Powerplay der Gäste, die bei den heißen Temperaturen den Ball geschickt laufen ließen und auch lauffreudiger waren. Chancen boten sich den Gästen dann auch genug, doch vermochte man die nicht zu nutzen. Es war nicht nur eine großartige Torhüterin Melissa Akdemir, die sich gegen ein drohendes Debakel stemmte. Allen voran die Spielführerinnen Sandra Ficker und Meli Reng gingen wieder einmal voraus und versuchten, die vielen sich auftuenden Löcher zu stopfen. Es war eine logische Konsequenz, dass Erlangen kurz vor der Pause doch noch die verdiente Führung erzielen konnte.
Die Halbzeitansprache von Trainer Kasseckert hatte seine Wirkung wohl nicht verfehlt, denn im zweiten Durchgang sah man eine andere SV 08-Elf. Zwar blieb auch in Hälfte zwei Erlangen das spielstärkere Team, doch jetzt konnten sich die Spielerinnen der Heimmannschaft zumindest in kämpferischer Hinsicht wesentlich steigern. Dennoch mussten schon zwei Geschenke der gegnerischen Torhüterin, ansonsten eine der besten der Liga, herhalten, um zu den eigenen Treffern zu kommen. In der 52. Minute war es zunächst ein Freistoß aus gut 25 Metern von Saskia Hesa, der an sich ziemlich harmlos war, aber zur Freude und zur Verwunderung dann doch im Netz zappelte. Durch diesen Treffer wirkten die Gäste zunächst etwas geschockt und verunsichert. Die Führung in der 60. Minute war dann genauso kurios wie geschenkt. Tina Schwendner setzte einem Rückpass der Gäste nach, der von der Torhüterin weg geschlagene Ball wurde von Aki Jones zurückgeköpft. Torhüterin Kümmel verschätzte sich bei dem aufsetzenden Ball, das Leder ging über die Torhüterin hinweg und hoppelte schließlich ins Tor. Die Antwort der Gäste waren wütende, doch weiterhin durchdachte Angriffe und fortan sah man sich wieder in die Defensive gedrängt. Mit dem Vorsprung im Rücken wurde jetzt aber verbissen, aber jederzeit fair gekämpft, eine Spielerin rannte für die andere. Dennoch ergaben sich noch Möglichkeiten für die Gäste und so konnte letztlich auch unsere Torhüterin Melissa Akdemir mit einigen prima Paraden noch einmal entscheidend zum Sieg mit beitragen. Als Gästestürmerin Wildner zwei Minuten vor Ende mutterseelenallein vor Melissa auftauchte und auch diese Chance vergab, war der Jubel nach dem Abpfiff über einen sehr glücklichen Sieg trotzdem riesengroß. Ein Kompliment muss man der Mannschaft durchaus für die Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte machen, doch beim nächsten Spiel beim SC Gremsdorf wird man 90 Minuten lang eine gute Leistung bringen müssen, wenn man nicht mit leeren Händen nach Hause fahren will. Denn das (durchaus auch mal verdiente) Glück dürfte mit diesem Spiel aufgebraucht sein.
Nach dem überraschenden Unentschieden des TSV Brand gegen Germania Nürnberg bleibt es an der Tabellenspitze ein Vierkampf um die Meisterschaft, bei dem man selbst aber auch weiterhin die minimalsten, zudem rein theoretische Chancen besitzt. Die beste Ausgangslage besitzt nach diesem Spieltag der SC Gremsdorf, der sich ohne selbst gespielt zu haben (das Spiel beim FC Großdechsendorf ist ausgefallen) als der große Gewinner dieses Wochenendes fühlen darf.

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