BOL: Platz 3 in Sichtweite

Sieg in Kalbensteinberg nährt die Hoffnung auf Platz 3

Während der Aufsteiger ATV Frankonia sportlich um das Überleben in der Bezirksoberliga kämpft, können die Frauen des FSV Großenseebach ihre Saison als Neuling eventuell sogar mit dem 3. Platz krönen. Dort steht zwar aktuell der 1. FC Nürnberg, der aber beim STV Deutenbach über ein 0-0 nicht hinauskam. So steht die Mannschaft aus dem Seebachgrund nur einen Zähler dahinter auf Platz 4. Vielleicht entscheidet sich dieses Duell erst am letzten Spieltag. Da muss der FSV Großenseebach zum 1. FC Nürnberg reisen.

1.FC Kalbensteinberg - FSV Großenseebach 2:3 (1:2)

Bei nasskaltem Wetter am A-Platz in Kalbensteinberg entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Man merkte der Heimelf das neu gewonnene Selbstvertrauen aus 4 Siegen der letzten 5 Spielen an. So trat die Viertbeste Rückrundenmannschaft beim Rückrundentabellenführer an und nur der Gesamtklassenprimus Weinberg konnte diesen Lauf in 2012 unterbrechen. Beide Seiten zeigten ein engagiert offensiv geführtes Duell. Der FCK versuchte vor allem nach Kontern erfolgreich zu sein, so wurde versucht die Bälle nach dem Ballgewinn sofort auf die schnellen Stürmerinnen weiterzuleiten. Die erste gute Chance bot sich Lechner nach einem Kopfball, der haarscharf am Kasten vorbeistrich. Nach gut 20 Spielminuten tankte sich die gut aufgelegt Lechner bin in den Strafraum vor und legte auf die mit aufgerückte Vogel ab, die einen Meter vorbei schob. In dieser Phase übernahm der Gast immer mehr das Spielgeschehen. Kalbensteinberg versteckte sich aber keineswegs. Als Costanzo einen wichtigen Zweikampf nahe dem eigenen Strafraum gegen die starke Mendlein gewann leitete sie in bisheriger FCK-Manier steil und weit weiter auf Lechner, diese "vernaschte" ihre Gegenspielerin im Eins gegen Eins und schob im Strafraum auch noch überlegt an der herauseilenden Torfrau zum 0:1 (28.) ein. Keine zwei Minuten Später fing Costanzo einen Abstoß mit dem Kopf ab und Lechner nahm den Ball mit dem Rücken zum Tor an, drehte sich und schloss gekonnt und wuchtig zum 0:2 ab. Nach einem Missverständnis in der Abwehr kam der FC nahe der Auslinie doch noch mal an den Ball, legte quer und Flasak fackelte nicht lange und lies Mertz mit ihrem platzierten Abschluss keinerlei Abwehrchance beim 1:2 (35.) Anschlusstreffer. Hernach gab es keinen Chancen mehr bis zum Pausentee.

Mit dem Seitenwechsel kamen immer mehr Zuschauer auf die Tribüne und nahmen lautstark Einfluss auf die Partie. Die dadurch immer hitziger werdende Partie leidete dann auch unter einer schwachen Schiedsrichterleistung. Gleich nach dem Wideranpfiff  hatte "Kalb" auch 2 gute Chancen zum Ausgleich. Lechner mit einem klugen Querpass auf die enteilte bis dato lange Zeit ausgefallene Weißenfels ebnete das 3:1 (54.). Weißenfels kam fast unbedrängt zum Abschluss, scheiterte aber an Torfrau Schwemmer, auch Höfles Nachsetzen wurde geblockt und die nun unsortierte Abwehr servierte Vogel den Ball, die wiederum nicht lange fackelte und trocken in den Winkel abzog. Kurz darauf verloren die Seebacherinnen im Spielaufbau den Ball und altbewährtes Strickmuster ein Konter auf eine schnelle Stürmerin in den Lauf bedeutete wieder Spannung in der Partie. Der FSV hatte anschließend einige gute Gelegenheiten die jedoch Vogel, Lechner als auch Schreiber allesamt vergeben wurden. So lebte das Spiel vom knappen Ergebnis und den abfälligen Äußerungen von der Tribüne. Der FCK konnte aber keinen Druck aufbauen um Seebach in seiner Hälfte zu beschäftigen, die Konter blieben allerdings gefährlich ohne das Mertz hätte eingreifen müssen, da Mandt, Faulhaber und Grimm in der Defensive rechtzeitig klärten. Der glückliche Ausgleich wäre dann aber kurz vor Schluss doch noch gefallen, als Mertz mit einer glänzenden Fußparade den aus abseitsverdächtiger Position abgegebenen Schuss parierte. Zum Spielende hätte es noch nach einer Tätlichkeit an Engert eigentlich rot geben müssen, wohl deshalb gab der nun überforderte Schiedsrichter auch Costanzo eine mögliche Gelb-Rote Karte nicht.

Das erwartet schwere Spiel sah in Großenseebach einen hart umkämpften aber verdienten Sieger, der das junge Team nicht nur in der Tabelle weiter nach vorne schauen lässt. In Kalbensteinberg werden sicher noch andere Teams Punkte liegen lassen. Für den FSV geht es nun am Samstag um 15.30 Uhr in Großenseebach gegen den Tabellenletzten SV Stauf, der zum Siegen verdammt ist um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben.

Aufstellungen:
FSV Großenseebach: Vogel, Mandt, Mertz, Grimm, Schreier, Lechner (86. Kaya), Höfle, Costanzo, Faulhaber, Weißenfels (71. Engert), Helm (59. Schreiber)
FC Kalbensteinberg: Schwemmer, Dantonello, Oppel , Grüb, Niedermann, Loy, Flasak, Asal, Meidlein, Gruber, Klippstein

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