LL: 6 Punkte für den SV Leerstetten

Foto: Günther Perzl    Der SVL hat sich durchgesetzt. Auch hier zeigt eine SVL-Akteuerin, dass man gegen 4 Spielerinnen des Gegners nicht aufstecken muss.

Gute Laune in Leerstetten.

Die unter der Woche durch das Sportgericht getroffene Entscheidung, dass das Ligaspiel vor zwei Wochen in Schweinfurt wegen eines Wechselfehlers der Gastgeberinnen (Inanspruchnahme von 4 anstatt der zulässigen 3 Wechselunterbrechungen) mit 0:2 für Leerstetten gewertet wird, bedeutete neben 3 Punkten auch den Sprung aus dem Tabellenkeller auf Rang sieben. Dies brachte natürlich zusätzlichen Rückenwind in die Mission Klassenerhalt für die Landesligafußballerinnen des SV Leerstetten. Entsprechend heiß gingen sie auch in die Begegnung gegen ihre Gäste aus dem unterfränkischen Landkreis Main-Spessart. Club II. verliert in Neusorg!

SV Leerstetten – FC Karsbach 4:0 (2:0)

Leerstetten legte auch gleich einen Blitzstart hin. Mit dem ersten Angriff netzte Katrin Hauffenmeyer zur vielumjubelten 1:0 Führung für die Gastgeberinnen ein (1.). Sie schoss sich damit ihren Frust über die vielen Fehlversuche der letzten Wochen von der Seele und war im weiteren Verlauf auch stets sehr präsent. In Folge entwickelte sich ein sehr zweikampfbetontes Spiel mit klaren Feldvorteilen für die Heimelf, die in dieser Phase allerdings sehr großzügig mit einigen hochkarätigen Torgelegenheiten umging.

Da die SVL-Abwehr aber auch keine echte Torchance zu ließ, musste man sich zunächst keine Sorgen machen. Erst recht nicht als Hauffenmeyer im Sechzehner an der Grundlinie regelwidrig vom Ball getrennt worden war, und Laura Felbinger den dafür von Schiedsrichter Dominik Werner, unter starkem Protest der gegnerischen Zuschauer, verhängten Elfer souverän zur 2:0-Führung verwandelt hatte (33.). Etwas Sorge kam erst wieder auf, als der Schiri, kurz vor der Pause, eine an Selina Perzl wegen Foulspiels verhängte gelbe Karte, nach Intervention von Karsbachs Spielertrainerin Daniela Siedler, wieder zurück nahm und ihr dafür Rot zeigte (46.).



Auch mit einer Akteurin weniger setzten die SVL-Mädels nach der Pause ihre Angriffsbemühungen vehement fort. Als dann Hauffenmeyer in einer unübersichtlichen Situation mit ihrem zweiten Tor aus kurzer Distanz zur 3:0-Führung getroffen hatte (55.), waren auch beim letzten der 80 registrierten Zuschauer die Zweifel beseitigt.

Fotos: Günther Perzl   Hier geht es zur Bilderstrecke vom Spiel!

Die Pessimisten im SVL-Anhang hatten befürchtet, dass das Spiel, ob der Unterzahl, heute noch kippen könnte. Karsbachs Keeperin Siedler musste ihr Team im weiteren Verlauf noch einige Male vor einer richtigen Klatsche bewahren. Kurz vor Schluss war aber auch sie machtlos. Die eingewechselte Jule Kohl, die erst zwei Zeigerumdrehungen vorher, an ihr gescheitert war, konnte diesmal ungehindert zum 4:0-Endstand einschieben (87.)



Wie das Auftreten der SVL-Mädels am Samstag und auch in den letzten Spielen zeigte, sind sie seit der Corona-Pause auf einem sehr guten Weg, um ihr angestrebtes Ziel Ligaerhalt zu realisieren. Da Karsbach an diesem Tag auch in Überzahl keinen vernünftigen Angriff zustande brachte, konnten sie es sich diesmal auch leisten, zahlreiche Gastgeschenke in Form von ausgelassenen Hundertprozentigen zu verteilen.

weitere Infos zum Spiel unter bfv.de extern!

Diese Großzügigkeit sollten sie sich nächsten Sonntag, beim Auswärtsspiel am Valznerweiher gegen die Regionalligareserve des 1. FC Nürnberg aber verkneifen um ihr Ziel nicht zu gefährden.

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